Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

27.02.2010

MitOst-Podium: Pulverfass Bosnien?

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Bosnien-Herzegovina ist ein komplizierter Staat. Das zeigt schon die Tatsache, dass die Verfassung als Anhang zu einem Friedensvertrag festgeschrieben wurde – dem Vertrag von Dayton. Bis heute leben die drei größten Volksgruppen – Bosniaken (bosnische Muslime), Serben und Kroaten eher nebeneinander als miteinander in dem kleinen Land, das noch immer von den grausamen Kriegen Anfang der 90er Jahre traumatisiert ist.

Womit aber identifizieren sich die Menschen in Bosnien? Was wünschen Sie sich? Und was sind die wesentlichen Hindernisse für eine Verständigung? Darüber habe ich mit einem Serben, einem Kroaten und einem Bosniaken gesprochen. Die drei sind nicht nur durch die ethnische Zugehörigkeit, sondern auch durch Alter und Berufe sehr unterschiedlich: Stevan Tontić (geb. 1946, Serbe) ist Schriftsteller, Erdin Kadunic (geb. 1974, Bosniake) ist Politikwissenschaftler und Ilija Corić (geb. 1983, Kroate) ist Betriebswirtschaftler. Und doch finden die drei viele Gemeinsamkeiten im Gespräch…

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(40:30 Min.)

Weitere Informationen zu den Gesprächteilnehmern (einen eigenen Kommentar können Sie ganz unten einzufügen):
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16.02.2010

Im Profil: GFPS e.V. DE – CZ – PL

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gfps-logo Stipendien, Sprachkurse, Seminare und andere Projekte in Mittel- und Osteuropa (MOE) – Das alles gibt es bei der GFPS e.V. und das gleich drei Mal: Neben dem GFPS e.V. in Deutschland gibt es inzwischen auch GFPS-Polska und GFPS-CZ.

Deshalb habe ich auch gleich mit drei Vereinsvorsitzenden gesprochen: mit Tim Zosel (DE), Zuzana Koutná (CZ) und Paulina Bocheńska (PL – von links nach rechts). Dabei ergaben sich durchaus unterschiedliche Perspektiven auf das Ehrenamt, den Studentenaustausch und Motivation für die Mitarbeit in einem Projekt wie der GFPS!

vorstand-gfps In Deutschland ermöglichen Ehrenamtliche der GFPS seit über 25 Jahren jedes Jahr ein umfangreiches Programm. Im Mittelpunkt steht die persönliche Betreuung von Studierenden aus den Nachbarländern.

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(21:26 Min.)

Wer sich für Stipendien der GFPS interessiert oder etwas für die Vereinsarbeit spenden will, kann hier Kontakt mit dem Verein aufnehmen und/oder seine Spende auf das Konto des Vereins überweisen. Der Verein stellt Spendenquittungen aus.

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04.02.2010

Im Profil: Die ERSTE Stiftung (Wien)

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erstestiftung Die ERSTE Stiftung ist unter den zum Teil altehrwürdigen Stiftungen im deutschsprachigen Raum das “new kid on the block” und sieht den frischen Wind als Vorteil – sagt Robin Gosejohann, Mitarbeiter im Bereich “Europa”, einem der drei Programmbereiche der Stiftung. Das Arbeitsgebiet der Stiftung ist “Zentral- und Südosteuropa”, also neben Oesterreich, Tschechien und der Slowakei vor allem die Länder des westlichen Balkans, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und zum Teil auch die Ukraine.  Was tut die Stiftung aber konkret? Mit welchen Ideen kann man auf die Stiftung zugehen, wenn man nach einem starken Partner sucht? Welche Ausschreibungen gibt es aktuell? Diese und einige weitere Fragen habe ich Robin Gosejohann gestellt.

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(11:07 Min.)

Drei Projekte, bei denen derzeit Ausschreibungen laufen und man sich direkt zur Teilnahme bewerben kann, hat Robin Gosejohann im Gespräch ganz beonders hervorgehoben. Hier die Links zu den genannten Projekten:


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30.01.2010

Im Profil: Copernicus Berlin e.V.

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copernicus_logo Der Verein Copernicus Berlin e.V. lädt Studierende aus Osteuropa für ein halbes Jahr nach Deutschland ein, bringt sie in Familien unter und finanziert ihnen den Studienaufenthalt hier in Deutschland. Die Idee dahinter stammt aus dem Anfang der 90er Jahre, als sich einige Studierende in Hamburg dachten, dass Osteuropa mehr als Geld und Pakete braucht. Bildung und Kontakte sind schließlich genauso wichtig! Heute gibt es Copernicus in Berlin, Hamburg und München.

Wie der Verein arbeitet und wie man mitmachen kann, erfährt man hier im Gespräch mit Nicole Haag und Sina-Mareen Grasmück vom Copernicus-Vorstand und mit Yulia Lukyanovich aus Belarus, die derzeit mit einem Stipendium des Vereins in Berlin studiert.

Auf der Homepage des Vereins sind die Kontaktdaten des Vereins und auch das Spendenkonto zu finden. Denn der Verein arbeitet ehrenamtlich und ist auf die Unterstützung von privaten Spendern und die Zusammenarbeit mit Stiftungen angewiesen.

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(14:05 Min.)


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23.01.2010

MitOst-Podium: Rechtsradikalismus in Russland, der Ukraine und Ungarn

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umland_marsovszky_katsbert Immer wieder erschrecken uns Medienberichte über politischen Extremismus und rassistisch motivierte Gewalt in Europa. In Westeuropa ist die extreme Rechte dabei seit Jahrzehnten ein bekanntes Phänomen. Zeitweilige Erfolge der französischen “Front National”, der NPD in Deutschland oder der neofaschistischen “Azione Sociale” von Alessandra Mussolini, der Enkelin von Benito Mussolini sorgen von Zeit zu Zeit für große Empörung in ganz Europa.

Wenig weiß man aber über rechtsextreme Parteien in Mittel- und Osteuropa. Diesen Parteien und der fremdenfeindlich motivierten Gewalt widmet sich diese Diskussion.

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(49:50 Min.)


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02.01.2010

Im Profil: Zur Zukunft der Slawistik an der Uni Bonn

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slavistik_seminar_bonn Man muss sich Sorgen machen um die Bonner Slawistik (hier im Bild: Das Seminargebäude am Bonner Hofgarten). Die Universität will den Fachbereich ganz einsparen, seine Selbständigkeit hat er schon heute eingebüßt: Die beiden Professuren sind nur noch vertretungsweise besetzt und bald läuft der frühere Magisterstudiengang ganz aus. Was bleibt? Wie sind die Perspektiven? Dazu habe ich eine Vertreterin der Studierenden in Bonn befragt.

jeanette_adametz Jeanette Adametz studiert in Bonn Slavistik, Westslavistik und BWL auf Magister. Seit der Neugründung der Fachschaft 2002 ist sie (mit Unterbrechungen) Mitglied der Fachschaft Slavistik in verschiedenen Funktionen, aktuell Finanzreferentin. Sie hat die Schließungspläne von Anfang an – natürlich sehr kritisch – verfolgt. Die Fachschaft hat unter anderem eine Petition zum Erhalt des Fachbereichs gestartet.

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(10:02 Min.)

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21.12.2009

Parliamentarism in Georgia / Parlamentarismus in Georgien

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Wie steht es eigentlich wirklich um die Arbeit des Georgischen Parlaments?

How does the every-day-work of the Georgian Parliament look like?

dimitri_lortkipanidze Zu diesem Thema habe ich Dimitri Lortkipanidze MP einige Fragen gestellt. Er ist seit Juni 2008 Abgeordneter der 7. Legislatur des Georgischen Parlaments. Das Ergebnis:  In Georgien scheint das Präsidialsystem in ähnlicher Weise zu dominieren wie in Russland. (Vgl. hierzu auch das Gespräch mit Aleksandr Fomenko, ehem. Abgeordneten der Russischen Duma). Aber Herr Lortkipanidze unterstreicht auch, dass es einige wichtige Unterschiede gibt. Er hat die Fragen schriftlich beantwortet, der Text ist hier auf Englisch dokumentiert.

I asked Mr. Dimitri Lortkipanidze MP some questions about this. He is a Member of the 7th convention of the Parliament of Georgia since June 2008. What came out? The presidential system seams to dominate in Georgia as well as in Russia (see the Interview with Aleksandr Fomenko, Former MP of the Russian State Duma as well). But Mr. Lortkipanidze stresses some important differences as well…

Mr. Lortkipanidze answerd the questions in writing. Please read his answers below.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare! I am looking forward to reading your comments!

Sascha Götz

***

1. What is the position of the Parliament in the political system like?

Executive branch of authority structure prevails in the political system of Georgia. After the Revolution of Roses Presidential structures were strengthened. It was done by mean of Constitutional amendments. After that Parliament became more vulnerable in the face of Presidential institutes.
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11.12.2009

Im Profil: Ostblick e.V. – Initiative Osteuropastudierender

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Ostblick, das sind Studierende und Graduierte osteuropabezogener Studienrichtungen (z.B. Slavistik, Osteuropäische Geschichte, Ostkirchenkunde, Kaukasiologie, Ukrainistik) aus ganz Deutschland, denen der Erhalt und die Qualität der Hochschulausbildung in ihren Fachbereichen am Herzen liegen. Ich habe mich mit dem Ostblick-Vorsitzenden Stefan Schurmann über die Situation der Osteuropastudien in Deutschland unterhalten.

stefan_schurmann Stefan Schurmann ist Vorsitzender des Ostblick e.V. und studiert Slavistik und Erziehungswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sein Sprach- und Interessenschwerpunkt liegt im russischsprachigen Raum. Er engagiert sich bei Ostblick seit 2006.

Während im letzten Jahr noch konkrete Befürchtungen zu Schließungen einzelner Fachbereiche (z.B. in Bonn) im Vordergrund standen, überschattet das Thema “Bachelor und Master” nun auch die Arbeit von Ostblick. Solange hier die “Hausaufgaben” nicht gemacht seien, bleibe den Studierenden kaum die Möglichkeit, sich zum Beispiel auf Auslandssemester vorzubereiten.

Hier der Link zur Homepage von Ostblick:  http://www.ostblick-deutschland.de

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(6:29 Min.)

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