Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

30.07.2010

Weiterentwicklung der Plattform www.moe-kompetenz.de

Abgelegt unter: Allgemein

Sascha Götz Liebe Freunde,

Podiumsgespräche, Porträts relevanter Institutionen und Berichte über Parlamentarismus in MOE. Diese drei Formate haben das Portal MOE-Kompetenz.de bislang ausgemacht. Im Juli 2010 haben täglich über 300 Einzelbesucher die Seite aufgerufen, insgesamt knapp 10.000 nur in diesem Monat.

Diese Aufmerksamkeit möchte ich nutzen, um die MOE-Kompetenz möglichst vieler Expert/innen aus verschiedenen Bereichen in Form von Kurzvorträgen in mp3-Form weiter zu verbreiten. Es geht um eine solide Wissensbasis zu schwierigen Fragen aus Kultur, Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Vorbild dafür sind die TED-Konferenzen in Long Beach, Palm Spring und Oxford. Dort tragen Wissenschaftler, Politiker und Künstler zu komplexen Fragestellungen ihre Thesen in maximal 18 Minuten vor. Das ist weniger als eine Uni-Vorlesung, aber viel mehr als nur ein „Häppchen Wissen“. Und wer am besten präsentiert, erzielt die größte Wirkung…

Um starten zu können, habe ich dazu folgende Fragen an Euch:

1) Welche Themen würden Euer Interesse finden, wenn sie prägnant in einem Hör-Vortrag von maximal 18 Minuten aufbereitet würden? Bitte nennt mir 2-3 davon.

2) Wer sollte Eurer Meinung nach in diesem Forum ihre Thesen präsentieren? Nennt mir bitte 2-3 Persönlichkeiten, die etwas für viele Menschen in verschiedenen Ländern Wichtiges mitzuteilen haben.

Auch wenn Ihr selbst gerade eine wissenschaftliche Arbeit, einen Artikel, ein Projekt oder ein Kunstwerk zu einem bestimmten Thema abgeschlossen habt – einfach bei mir melden unter wissen@moe-kompetenz.de.

Ich freue mich auf die Rückmeldungen – und hoffe, schon sehr bald die ersten Beispiele für „Wissen@MOE“ auf www.moe-kompetenz.de präsentieren zu können!

Mit sommerlichen Grüßen

Sascha Götz

Keine Kommentare

23.07.2010

Bericht zum Workshop: Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina

Abgelegt unter: Allgemein

fes_logo_0 Am 09.07. hat die Friedrich Ebert Stiftung – wie hier schon angekündigt – gemeinsam mit “MOE-Kompetenz.de – Gespräch über MOE” einen Workshop zum Thema

Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina

in Berlin durchgeführt.

workshop_0 Mit dabei waren die drei Ombudsleute Bosnien-Herzegowinas, Frau Nives Jukić, Herr Ljubomir Sandić und Frau Jasminka Džumhur (von rechts nach links hier im Bild beim Workshop). Die Arbeit der Ombudsleute stand denn auch im Mittelpunkt des Programms, das hier in der Einladung nachgelesen werden kann.

Zur Dokumentation des Workshops veröffentlichen wir hier die Mitschnitte der beiden Teile der Veranstaltung. Zu hören sind die Beiträge in der jeweiligen Originalsprache, d.h. in Deutsch, bzw. in Bosnisch/Serbisch/Kroatisch.

Teil 1: Zu Beginn begrüßt Stefan Dehnert im Namen der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Moderation hatte Sascha Götz. Im ersten Teil berichteten Frau Džumhur zu den Menschenrechten und Frau Jukić zum Thema Rückkehrrecht. An die jeweiligen Beiträge schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

Download MP3-Datei
(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(01:13 h )

Teil 2: Den zweiten Teil eröffnete Frau Dr. Despot mit einem Überblick über das Verhältnis der “konstitutiven” ethnischen Gruppen und die Verfassungswirklichkeit in Bosnien-Herzegowina. Es entspann sich eine intensive Diskussion zu ihren Thesen. Zum Schluss berichtete Herr Sandić über die Minderheitenfrage in BIH (es gibt dort 17 anerkannte Minderheiten – in Deutschland sind übrigens nur zwei Minderheiten offiziell anerkannt: Die Sorben und die Dänen in Südschleswig…).

Download MP3-Datei
(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(01:28 h)

Keine Kommentare

21.07.2010

Podium: Der “gefrorene Konflikt” um Karabach

Abgelegt unter: Allgemein, MOE-Podium

Das Verhältnis der kaukasischen Nachbarstaaten Armenien und Aserbaidschan ist angespannt, der Konflikt um die Region “Berg-Karabach” nach wie vor nicht gelöst. Die Region liegt auf aserbaidschanischem Staatsgebiet, ist aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Die von Armenien unterstützte “Republik Nagornyj Karabach” wird international nicht anerkannt.

nagorno-karabakh_map Noch im Juni 2010 wurden vier armenische und insgesamt zwei aserbaidschanische Soldaten an der Grenze getötet. Der Konflikt kann also ebensoschnell “heiß” werden wie der zwischen Russland und Georgien um Südossetien im Jahr 2008…

Wie sehen die Menschen in der Region den Konflikt? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es und wie stehen die Chancen dafür? Dazu spreche ich mit Müschfig Mammadov, Dr. Vahram Soghomonyan und Dr. Uwe Hallbach, also mit je einem jungen Experten aus beiden Ländern und mit einem deutschen Wissenschaftler, der unter anderem die Bundesregierung in diesem Konflikt berät. Das Gespräch beweist im Ergebnis nicht zuletzt, dass trotz gegensätzlicher Grundauffassungen zum Konflikt ein Gespräch zwischen den Parteien möglich ist und beide Seiten mehr zivilgesellschaftlichen Kontakt wünschen, um die Basis für eine zukünftige Lösung zu legen.

Download MP3-Datei (höhere Qualität)

Download MP3-Datei (kleinere Dateigröße)

(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(48:40 Min.)

Das im Beitrag erwähnte Buch über den Konflikt, das 2006 gemeinsam von Publizisten beider Länder veröffentlicht wurde, kann hier heruntergeladen werden. Die erwähnte Studie von Stefan Meister (DGAP) zur Europäischen Kaukasuspolitik hier.

Weitere Informationen zu den Gesprächspartnern siehe unten (auf “weiterlesen” klicken). Kommentare zu diesem Gespräch sind willkommen – einfach unten in das Kommentarfeld einfügen – ohne Anmeldung!

weiterlesen

9 Kommentare

08.07.2010

Pillar of shame – Schande über die UNO?

Abgelegt unter: Allgemein, Im Profil

pillar_of_shame Völkermord oder Krieg? Diese Frage stellte sich im Juli 1995 in der unter dem Schutz der Vereinten Nationen stehenden Enklave Srebrenica. Der französische UN-General entschied sich gegen den Einsatz von Kampfflugzeugen – und lieferte über 8.000 männliche Muslime zwischen 12 und 80 Jahren der Ermordung durch die Armee der Republika Srpska unter Führung von Ratko Mladić aus.

Im Gespräch mit Philipp Rust vom “Zentrum für politische Schönheit” habe ich diese schwierige moralische Frage andiskutiert – und nachgefragt, wie das “Zentrum” gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker durch das Projekt “Pillar of shame” ein Zeichen gegen Völkermord setzen möchte.

Was meinen Sie? Was meinen Menschen im Kosovo, in Bosnien oder in Serbien dazu? Was meinen die Teilnehmer aller Seiten an den Kriegen in Ex-Jugoslawien heute dazu? Bitte kommentieren Sie das Gespräch (einfach hier unten auf “Kommentare” klicken und Ihre Meinung in das Feld schreiben – ohne Anmeldung).

Spenden können Sie für das Projekt auch und zwar hier.

Download MP3-Datei (höhere Qualität)

Download MP3-Datei (kleinere Dateigröße)

(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(10:35 Min.)

philipp_ruch Philipp Ruch, 29, Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit und deutscher Menschenrechtler, geb. in Dresden, studierte von 2003–2009 bei Prof. Herfried Münkler und Prof. Volker Gerhardt politische Theorie und Philosophie, daneben Geschichte, Kulturwissenschaft und Germanistik. Er arbeitete im Forschungsbereich Geschichte der Gefühle am Max-Planck-Institut, wurde von der Zeit unter die „100 Studenten, von denen wir noch hören werden“ gewählt und ist Stipendiat des Bildakt-Forschungskollegs (Prof. John M. Krois und Prof. Horst Bredekamp).

Mehr Informationen über das Zentrum für politische Schönheit erhalten Sie unter http://www.politicalbeauty.de.

Keine Kommentare

23.06.2010

Tschechien: Frischer Wind mit neuen Parteien?

Abgelegt unter: Allgemein, Parlamente in MOE

Das tschechische Parteiensystem wurde bei den Parlamentswahlen am 29. und 30. Mai 2010 gründlich durcheinandergeschüttelt. Parteien wie die traditionsreichen Christdemokraten oder die Grünen schafften den Einzug in das Parlament nicht und sowohl die bislang führende ODS als auch die als chancenreich eingeschätzten Sozialdemokraten (ČSSD) verloren dramatisch.

jan_prasil Ich habe diesmal einen “parteiischen” Beobachter um seine Einschätzung gefragt. Jan Prášil ist tschechischer Sozialdemokrat. Er studierte in Prag und in München Politikwissenschaft, Philosophie und Linguistik und arbeitet derzeit in Brüssel als Berater der tschechischen S&D Delegation (so heißt seit den letzten Europawahlen die Fraktion der europäischen Sozialdemokratie) im Europäischen Parlament.

Wie sortiert sich das tschechische Parteiensystem neu nach den Parlamentswahlen? Wie “neu” sind die neuen Parteien wirklich? Gibt es jetzt mehr “direkte Demokratie” wie von einer der neuen Parteien angekündigt? Auf diese und weitere Fragen antwortet Jan Prášil.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare zum Thema – einfach hier unten eintragen!

Download MP3-Datei (höhere Qualität)

Download MP3-Datei (kleinere Dateigröße)

(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(14:34 Min.)

Keine Kommentare

19.06.2010

Ungarn: Ein neuer Anfang mit Fidesz?

Abgelegt unter: Allgemein, Parlamente in MOE

Einige Wochen nach den Wahlen stellt sich die Frage, was der Erdrutschsieg der konservativen Fidesz-Partei wirklich verändert in dem politisch seit 20 Jahren tief gespaltenen Land.

tamas_tozser Ich spreche mit dem in Budapest geborenen Tamás Tőzsér, einem Copernicus-Stipendiaten, der derzeit in Hamburg Politik und internationales Recht studiert. Er verfolgt die Entwicklung in seiner Heimat anhand von Zeitungen, persönlichen Gesprächen und politikwissenschaftlichen Studien und stellt fest, dass die Ungarn große Hoffnungen auf Fidesz setzen…

Download MP3-Datei (höhere Qualität)

Download MP3-Datei (kleinere Dateigröße)

(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(13:18 Min.)

1 Kommentar

16.06.2010

Workshop: Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina

Abgelegt unter: Allgemein

Liebe Leser/innen und Hörer/innen,

zum unten stehenden Workshop der Friedrich Ebert Stiftung in Zusammenarbeit mit www.moe-kompetenz.de – Gespräche über Mittel- und Osteuropa lade ich Sie/Euch ganz herzlich ein.

fes_logo_0 Spannend ist die Veranstaltung auch deshalb, weil die drei Ombudsleute aus Bosnien-Herzegowina dabei sein werden, von ihrer Arbeit berichten und mitdiskutieren. Die Moderation werde ich übernehmen.

Bitte entnehmen sie die weiteren Einzelheiten zum Termin, Ablauf, Anmeldungsmodus etc. der unten stehenden Einladung (auf “weiterlesen” klicken)

Mit herzlichen Grüßen

Sascha Götz
www.moe-kompetenz.de

***


weiterlesen

Keine Kommentare

28.05.2010

Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa

Abgelegt unter: Allgemein, MOE-Podium

In dem Gespräch “Kultur und Demokratie” (April 2010) wurde von den Mitgliedern des Europäischen Kulturparlaments die Verschlechterung der Qualität des Journalismus beklagt. Was lag da näher als bei Journalist/innen aus Mittel- und Osteuropa direkt nachzufragen?

Das habe ich getan in diesem Gespräch mit Marika Kozlovska (Radio NABA, Lettland), Anna Snigur-Grabovska (Ukrainische Nationale Nachrichtenagentur “Ukrinform”, Ukraine) und Pavel Polak (Radio ČR 1, Tschechien).

medien-mittler Die drei sind Stipendiat/innen des Programms “Medien-Mittler zwischen den Völkern” der Robert Bosch Stiftung. Im Rahmen dieses Programms halten Sie sich im Moment in Berlin auf und arbeiten für unterschiedlichen deutsche Medienredaktionen. Neben der Frage der Qualität der Berichterstattung ging es auch um die politische Situation in den drei Ländern, die die Medien vor unterschiedliche Herausforderungen stellt.

Für mehr Informationen zu den Dreien einfach unten auf “weiterlesen” klicken.

Download MP3-Datei (ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(43:01 Min.)


weiterlesen

6 Kommentare

Seiten: 1 2 3 4 5 6 weiter