Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

24.01.2012

Podium: Ungarn – auf dem Weg in eine “völkische Diktatur”?

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budapest_commons-wikimedia-org_ Die Situation in Ungarn ist Gegenstand zahlreicher Kommentare in vielen Medien Europas. In der letzten Woche ist Premier Viktor Orban nach Straßburg zum Europäischen Parlament gereist und hat seine Position verteidigt. Zuvor hatte ihm die Europäische Kommission gleich in mehreren Fällen Vertragsverletzungsverfahren angedroht, wenn wichtige von der mit Zweidrittelmehrheit herrschenden Regierungspartei Fidesz durchgesetzte Neuregelungen nicht zurückgenommen oder verändert werden.

ungarn_karte_commons-wikimedia-org_ Zur Jahreswende hat auch eine Gruppe von ungarischen Intellektuellen zu Wort gemeldet, die zu den Dissidenten der ungarischen Demokratiebewegung der 70er Jahre gehörten. Sie sehen Ungarn auf dem Weg in eine Diktatur, wenn nicht bald etwas passiert. Den offenen Brief, den unter anderem die Schriftsteller György Dalos und György Konrád, der Philosoph Sándor Radnóti und der ehemalige Medienbeauftragte der OSZE Miklós Haraszti unterschrieben haben findet man hier.

Was steckt hinter dieser Diskussion? In wie weit hat sich die Situation in Ungarn wirklich verändert – die politische Kultur, die rechtliche Situation und nicht zuletzt auch die Lage der Wirtschaft?

dalos_marsovszky_lang Dazu hat Sascha Götz den Mitautor des offenen Briefes György Dalos, die Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky und den Wissenschaftler Kai-Olaf Lang befragt (das (C) des Fotos von György Dalos (links) commons-Wikimedia).

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03.01.2012

Im Profil: Die Goethe-Guerilla in Belgrad

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goethe-guerilla-novi-font-lajt Am Goethe-Institut Belgrad entstand 2010 eine völlig neue Form der kreativen Zusammenarbeit – Die Goethe-Guerilla.

tina-oparnica-bg Goethe-Guerillas sind Gruppen von junge Menschen, die aus Bosnien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und dem Kosovo stammen.

Durch ihre Aktionen fordern sie die Gesellschaft heraus. Sie stellen Fragen, die jeden Bewohner großer Städte betreffen und erweitern so die Perspektive aller. Oft besteht dabei ein Bezug zum öffentlichen Raum.

labinot-pllana-ks Nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajevo fand im Dezember 2011 das zweite Regionaltreffen der Guerilla statt. Über 40 Teilnehmer tauschten sich über bisherige Projekte aus, entwickelten neue Ideen und planten gemeinsame Aktionen für die Zukunft.

Im Gespräch mit den Guerillas Tina Oparnica und Labinot Pllana, sowie Zorica Milisavljevic vom Goethe-Institut in Belgrad stellt Johannes Rüger Fragen zu Hintergründen und Geschichte der Guerilla.

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17.12.2011

Podium: 20 Jahre Unabhängigkeit im Kaukasus

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Navasardian, Gegeshidze, Yunusov, Götz, Halbach, Boden (c) by Jens Schicke

Vor 20 Jahren wurden Georgien, Armenien und Azerbaidschan unabhängig von der Sowjetunion. Aus diesem Anlass hat die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) Autoren aus Georgien, Armenien, Azerbaidschan, Russland, der Türkei, der EU und den USA gebeten, auf diese zwei ereignisreichen Dekaden zurückzublicken und zu erörtern, welche Herausforderungen die kommenden Jahre bringen werden.

Navasardian, Halbach, Boden, Gegeshidze, Yunusov, Götz (c) by Jens Schicke

Das Ergebnis ist ein Buch, das die verschiedenen Probleme des Kaukasus gründlich analysiert. Die Publikation wurde am 24.11.2011 in Berlin im Rahmen einer Veranstaltung der FES präsentiert. Sascha Götz moderierte die Podiums-Diskussion mit fünf Autoren des Buches. Mitgeschnitten wurde der Originalton in Deutsch und Englisch, der hier vollständig ohne Übersetzung dokumentiert ist.

Die Publikation findet sich nun zum Herunterladen auf der Homepage der
FES Georgien http://www.fes.ge. Es gibt eine englische und eine russische Version (ca. 7,8/6,8 MB).

Yunusov, Götz, Halbach, Boden (c) by Jens Schicke

20 years ago Georgia, Armenia and Azerbaijan achieved independence from the Soviet Union. On this occasion, the Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) has asked authors from Georgia, Armenia, Azerbaijan, Russia, Turkey, EU and the USA to take a look back on two eventful decades and explore the challenges for the coming years. The outcome is a book in which the multilayered problems of the South Caucasus are thoroughly analysed. The book was presented on November 24th 2011 in Berlin. Sascha Götz was the moderator of a panel discussion with five of the authors on this occasion. The discussion in German and English is documented here without translation.

The publication can be downloaded here in English and Russian (ca. 7,8/6,8 MB).

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For all pictures/für alle Bilder Copyright (c) by Jens Schicke

To read biographical data about the panelists please click “weiterlesen”.

Für biographische Informationen über die fünf Teilnehmer des Podiums bitte auf “weiterlesen” klicken.


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05.12.2011

Im Profil: Die Wahlen in Russland

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Russland hat gewählt und die Kreml-Partei “Einiges Russland” hat große Verluste eingefahren. Internationale Beobachter, oppositionelle Politiker und viele Blogger bezweifeln aber auch das Ergebnis von jetzt knapp 50 Prozent der Stimmen, denn es wurden viele Manipulationen beobachtet. Die Stimmung im Land ist also tatsächlich umgeschlagen. Wie ist das Ergebnis zu bewerten? Wie funktioniert der organisierte Wahlbetrug? Wie laufen die Abstimmung in ländlichen Regionen ab? Welche Rolle spielt das Internet? Und was bedeutet das für die kommenden Präsidentschaftswahlen?

igor_konovalov Auf diese Fragen antwortet Igor Konovalov, freier Journalist und Blogger aus Ufa, der Hauptstadt der Republik Baschkortostan, 1400 Kilomenter östlich von Moskau.

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26.11.2011

Im Profil: Umweltjournalismus in Russland

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angelina-davydova In Russland wird der Müll nicht getrennt, Batterien werden achtlos weggeworfen und über schädliche Abgase machen sich die Wenigsten Gedanken. Dennoch gewinnt das Thema Umwelt immer mehr an Bedeutung. Das weiß auch Angelina Davydova. Die 33-Jährige lebt in St. Petersburg, arbeitet für unterschiedliche russische Medien und leitet immer wieder Umweltprojekte, unter anderem für den Deutsch-Russischen Austausch (DRA). So hat sie 2008 beispielsweise das „Moving Baltic Sea Festival“ in St. Petersburg geleitet, das junge Umwelt- und Kulturinitiativen im ganzen Ostseeraum zusammenbringt (www.movingbalticsea.org). Im Gespräch mit Pauline Tillmann erzählt sie wie sie zu dazu gekommen ist über Umweltthemen zu berichten, wie die Russen mit diesen Themen umgehen und was sie von der anstehenden UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban hält.

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03.11.2011

Im Profil: Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Belgrad

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kas_logo Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist eine deutsche politische Stiftung, die (ähnlich wie die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Heinrich-Böll-Stiftung) Büros in vielen Ländern unterhält. Die KAS steht der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahe und unterstützt auch in Serbien vor allem politische Parteien im Spektrum Mitte-Rechts. Außerdem führt sie Projekte zur Stärkung der Medien und der Zivilgesellschaft durch.

kas-belgrad_henri-bohnet Johannes Rüger hat Henri Bohnet, den Leiter der Auslandsbüros Serbien und Montenegro gefragt, wie sich die Arbeit der Stiftung in den letzten Jahren entwickelte und welchen Einfluss die aktuelle politische Lage, zum Beispiel der Konflikt mit dem Kosovo oder der serbische Wunsch nach einem baldigen EU-Beitritt auf die tägliche Arbeit der Stiftung hat. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Belgrader KAS-Büros unter http://www.kas.de/serbien/.

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14.10.2011

Im Profil: Goethe-Institut Belgrad / Goethe-Guerilla

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Weltweit sind die Goethe-Institute die wichtigsten deutschen Einrichtungen der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik.

logo_goethe In 92 Ländern vermitteln sie nicht nur deutsche Sprache, sondern fördern auch den kulturellen Austausch. Das Institut in der serbischen Hauptstadt Belgrad leistet diese Arbeit bereits seit über 40 Jahren und hat, unter Leitung der ehemaligen Direktorin Jutta Gehring, ein bisher einmaliges Projekt entwickelt – Die Goethe-Guerilla.

Bereits in zweiter Generation finden hier junge Leute zusammen, die unterschiedlichste kreativen Ideen selbstständig umsetzen. Dabei spielen Fragen nach dem öffentlichen Raum ebenso eine Rolle wie solche nach der Vergangenheit.

gi_belgrad_dr_mueller-wiefering Zur Guerilla und weiteren Projekten, sowie der Zusammenarbeit mit den anderen Goethe-Instituten auf dem Westbalkan, gibt Dr. Matthias Müller-Wieferig, seit kurzem Direktor in Belgrad, im Interview mit Johannes Rüger Auskunft.

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04.10.2011

Im Profil: Ein Hörbild von Belarus

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saengerinnen_0 Belarus ist berüchtigt wegen der Unterdrückung der Opposition durch das Regime von Präsident Lukaschenka, wegen zweifelhafter Wahlen und der drastischen Einschränkung der Pressefreiheit. “Die letzte Diktatur Europas” ist deshalb auch eine nicht unzutreffende Assoziation, wenn die Sprache auf dieses Land kommt.

haeuser Die Schweizer Slawistin Nicole Mathys hat sich dem Land und vor allem den Menschen in Belarus anders genähert. Seit zehn Jahren reist sie immer wieder dorthin und veranstaltet seit letztem Jahr auch Bildungsreisen in ein Dorf im Süden des Landes. Auf dem Programm stehen Geschichte, Landwirtschaft, Wirtschaft und Alltag des Landes. Abseits der Hauptstadt und abseits der offiziellen Selbstdarstellung.

Nun hat sie aus zahlreichen Aufnahmen ein “Hörbild” des Landes erstellt. Verschiedenste Töne aus dem Alltag, Konzerten, aus Ansprachen, Verkehr und Kultur ergeben ein dichtes atmosphärisches Abbild des Landes.

Hier ein kurzes Gespräch mit der Autorin Nicole Mathys:

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(04:15 Min.)

Und hier das “Hörbild” selbst in hoher und in niedrigerer Qualität zum Anhören oder zum Download:

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(19:14 Min.)

nicole_mathys Nicole Mathys lebt in Bern (Schweiz). Sie ist Slawistin, (Studium in Fribourg und Omsk), arbeitet im Flüchtlings- und Migrationsbereich, organisiert Kulturreisen nach Belarus und war zuvor für Service Civil International in Belarus in Sozialprojekten tätig. Sie betreibt eine eigene Webseite (www.belarusentdecken.ch) mit Informationen zu den Belarus Kulturreisen.

Auf den Fotos sind Häuser im Dorf Koshevichi im Süden von Belarus  und Sängerinnen des örtlichen Chors von Koshevichi zu sehen.

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