Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

19.07.2009

MitOst-Podium: 10 Jahre nach dem Kosovo-Krieg

Abgelegt unter: Allgemein, MOE-Podium

Die Erinnerung an den Kosovo-Krieg ist in Deutschland heute schon wieder verblasst. Erst der 10. Jahrestag der Bombardierungen hat mit einigen Hintergrundberichten das Thema wieder ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt. (Mehr zum Thema der Diskussion)

Es diskutieren:

  • Sandra Topalovski, Belgrad (Serbien)
  • Timon Perabo, Pristina (Kosovo)
  • Verena Knaus, Pristina (Kosovo)
  • Artan Begolli, Tirana (Albanien)

Moderation: Sascha Götz, Berlin (Deutschland)

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(32 Min.)

Zum Thema der Diskussion

Für viele Deutsche war die Beteiligung der Bundeswehr an direkten Kampfhandlungen ein Schock. Aber der Satz: „Nie wieder darf von deutschem Boden ein Krieg ausgehen!“ wurde abgelöst von dieser Lehre: „Nie wieder Auschwitz!“ So wurden pazifistische Haltungen zurückgedrängt und trotz schwacher Beweislage ließ sich eine Mehrheit in der Öffentlichkeit und im Bundestag überzeugen, dass es keine Alternative zu militärischem Eingreifen gab. Das Versagen der internationalen Gemeinschaft im Angesicht des Massakers von Srebrenica hat also in Deutschland zu einem Perspektivwechsel geführt.

Aber wie denken die Menschen in der Region selbst – und gerade die jüngere Generation – heute über den Krieg? Welche Mythen und welche Heldengeschichten gibt es? Darüber haben wir am 01.07.2009 gesprochen.

Kommentare

  1. Ich war damals aktiv dabei als Soldat und es hat mich sowohl persönlich, als auch im meinem Gerchtigkeitsempfinden getroffen, was dazu führte, warum es so wurde, wie wir dort agierten und was man letztendlich erreicht hat

    Kommentar von Shivoo — 21. September 2009 @ 11:44

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