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	<title>Kommentare zu: MitOst-Podium: Pulverfass Bosnien?</title>
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	<description>Gespräche zu Mittel- und Osteuropa</description>
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		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://www.moe-kompetenz.de/2010/02/23bosnien/comment-page-1/#comment-108</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 11:24:59 +0000</pubDate>
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		<description>Die bosnischen Muslime bezeichnen sich nach wie vor als die größten 
Opfer des Krieges, weil Srebrenica und der Häuserkampf in den 
Randgebieten von Sarajevo am meisten durch die internationalen Medien 
gingen. 
Niemand kommt auf die Idee, dass auch Kroaten und Serben Jugoslawen 
waren und auch Opfer zu beklagen haben. 
Die Muslime haben die Muhaschedin ins Land gelassen, die nicht minder 
pervers schlachteten. Heute werden nur noch den Serben die 
Kriegsverbrechen vorgeworfen. 
Meiner Meinung nach, sollten ein holländischer UNO Soldat genau so 
zur Rechenschaft gezogen werden, die der Meinung waren, dass 
Bürgerkriegsfanatiker vor einem blauen Helm halt machen würden. 

Worauf ich hinaus will ist, dass die Menschen in Europa und in der 
Welt langsam begreifen sollten, dass nicht nur die Serben schuld 
sind. Kroaten, Bosnier und Serben, sie haben sich damals alle nichts 
geschenkt und sich geprügelt als gäbs kein Morgen mehr. Mittlerweile 
habe ich das Gefühl, dass sie es begriffen haben und heuer kaum noch 
verstehen, was in den frühen 90ern passiert ist. Sie lernen noch, 
aber ich bin sicher, dass sie eines begriffen haben: Krieg hat keine 
Gewinner. 
Jetzt konzentrieren sich alle 3 Nationen auf eine Mitgliedschaft in 
der EU und sie schauen in die Zukunft. 
In diese Zuversicht sollte man investieren und in die Zukunft 
schauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die bosnischen Muslime bezeichnen sich nach wie vor als die größten<br />
Opfer des Krieges, weil Srebrenica und der Häuserkampf in den<br />
Randgebieten von Sarajevo am meisten durch die internationalen Medien<br />
gingen.<br />
Niemand kommt auf die Idee, dass auch Kroaten und Serben Jugoslawen<br />
waren und auch Opfer zu beklagen haben.<br />
Die Muslime haben die Muhaschedin ins Land gelassen, die nicht minder<br />
pervers schlachteten. Heute werden nur noch den Serben die<br />
Kriegsverbrechen vorgeworfen.<br />
Meiner Meinung nach, sollten ein holländischer UNO Soldat genau so<br />
zur Rechenschaft gezogen werden, die der Meinung waren, dass<br />
Bürgerkriegsfanatiker vor einem blauen Helm halt machen würden. </p>
<p>Worauf ich hinaus will ist, dass die Menschen in Europa und in der<br />
Welt langsam begreifen sollten, dass nicht nur die Serben schuld<br />
sind. Kroaten, Bosnier und Serben, sie haben sich damals alle nichts<br />
geschenkt und sich geprügelt als gäbs kein Morgen mehr. Mittlerweile<br />
habe ich das Gefühl, dass sie es begriffen haben und heuer kaum noch<br />
verstehen, was in den frühen 90ern passiert ist. Sie lernen noch,<br />
aber ich bin sicher, dass sie eines begriffen haben: Krieg hat keine<br />
Gewinner.<br />
Jetzt konzentrieren sich alle 3 Nationen auf eine Mitgliedschaft in<br />
der EU und sie schauen in die Zukunft.<br />
In diese Zuversicht sollte man investieren und in die Zukunft<br />
schauen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Petar Cosic</title>
		<link>http://www.moe-kompetenz.de/2010/02/23bosnien/comment-page-1/#comment-61</link>
		<dc:creator>Petar Cosic</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 06:23:58 +0000</pubDate>
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		<description>Eine interessante Tatsache wird in der Diskussion nicht angesprochen. Das sind die politischen Strukturen im Lande die bei allen drei konstitutiven Völker aus altgedienten Kader der Kommunistischen Partei bestehen die nun pro forma in der ersten Reihe in der Kirche oder Moschee sind, Hauptsache man wird als gottesfürchtiger Mensch wahrgenommen. Diese &quot;Herrschaftskaste&quot; die in Jugoslawien geradezu absolutistische Macht inne hatte ist nicht in der Lage anderwaitig Geld zu verdienen als in der Politik. Da jeder seinen Sohn / Tochter / Schwiegersohn in Lohn und Brot bringen will ist die gesamte Administration durchzogen von Vetternwirtschaft, Leuten die keinerlei Qualifikation für den ausgeübten Bereich haben. So kann es geschehen das ein Kundenberater der Agentur für Privatisierung KEINERLEI Betriebswirtschaftliche Kennzahlen einem potentiellen Investor präsentieren kann, was aber diesen nicht davon abhält für sich privat einen Golf als Schmiergeld zu verlangen. Denn diese Person ist sich sehr wohl dessen bewußt das er nicht bis zur Rente auf dieser Position verweilen wird oder gar Karriere machen wird, er ist somit bedacht mit minimalen Aufwand das maximale zu erreichen. 
Der Terminus &quot;Pulverfass&quot; ist wahrlich deplaziert, nicht das wir uns untereinander mögen würden - das wird wohl nie eintreten. Aber keiner hat noch die Energie sich mit dem Nachbarn zu befassen wenn die eigene Existenz durch die finanzielle Situation bedroht ist. Das sicherste Mittel für BiH ist ein Marshall Plan mit einhergehender Ent-nazifizierung d.h. die EU soll die kompletten Personaleinstellungen kontrollieren. Aber da scheint es kein Interesse zu geben, denn weshalb sonst entsendet man drittklassige Politiker als Statthalter in die Region. Als Schwarz-Schilling oder Koschnick entsand wurden waren Sie in Deutschland politisch tot. Die einzige Option wäre GEZ, Rundfunkrat oder man geht halt ins Ausland für paar Jahre.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine interessante Tatsache wird in der Diskussion nicht angesprochen. Das sind die politischen Strukturen im Lande die bei allen drei konstitutiven Völker aus altgedienten Kader der Kommunistischen Partei bestehen die nun pro forma in der ersten Reihe in der Kirche oder Moschee sind, Hauptsache man wird als gottesfürchtiger Mensch wahrgenommen. Diese &#8220;Herrschaftskaste&#8221; die in Jugoslawien geradezu absolutistische Macht inne hatte ist nicht in der Lage anderwaitig Geld zu verdienen als in der Politik. Da jeder seinen Sohn / Tochter / Schwiegersohn in Lohn und Brot bringen will ist die gesamte Administration durchzogen von Vetternwirtschaft, Leuten die keinerlei Qualifikation für den ausgeübten Bereich haben. So kann es geschehen das ein Kundenberater der Agentur für Privatisierung KEINERLEI Betriebswirtschaftliche Kennzahlen einem potentiellen Investor präsentieren kann, was aber diesen nicht davon abhält für sich privat einen Golf als Schmiergeld zu verlangen. Denn diese Person ist sich sehr wohl dessen bewußt das er nicht bis zur Rente auf dieser Position verweilen wird oder gar Karriere machen wird, er ist somit bedacht mit minimalen Aufwand das maximale zu erreichen.<br />
Der Terminus &#8220;Pulverfass&#8221; ist wahrlich deplaziert, nicht das wir uns untereinander mögen würden &#8211; das wird wohl nie eintreten. Aber keiner hat noch die Energie sich mit dem Nachbarn zu befassen wenn die eigene Existenz durch die finanzielle Situation bedroht ist. Das sicherste Mittel für BiH ist ein Marshall Plan mit einhergehender Ent-nazifizierung d.h. die EU soll die kompletten Personaleinstellungen kontrollieren. Aber da scheint es kein Interesse zu geben, denn weshalb sonst entsendet man drittklassige Politiker als Statthalter in die Region. Als Schwarz-Schilling oder Koschnick entsand wurden waren Sie in Deutschland politisch tot. Die einzige Option wäre GEZ, Rundfunkrat oder man geht halt ins Ausland für paar Jahre.</p>
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	<item>
		<title>Von: Irena Pavlovic</title>
		<link>http://www.moe-kompetenz.de/2010/02/23bosnien/comment-page-1/#comment-52</link>
		<dc:creator>Irena Pavlovic</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 13:00:02 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Pulverfass&quot; hört sich sehr populär an, ist eine vereinfachte konstruktion die die geschehenisse auf dem balkan/bosnien als gerade historisch determiniert erscheint. so könnte man auch viele andere krisengebiete in der gegenwart und in der vergangenheit darstellen -etwa spannungen zwischen franzosen und deutschen. aber keiner wird behaupten, dass europa ein pulverfass ist. mittel- und osteuropa haben einfach in einer kurzer zeit auf der politischen und ökonomischen ebene das nachzuholen, was die westeuropa in 200 jahren gemacht hat (siehe dazu transformationsforscher wie offe, merkel etc.).konstruktionen eines dauernden krisenzustands sind kontraproduktiv, man kann sogar einen latenten rassismus in solchen diskursen beobachten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Pulverfass&#8221; hört sich sehr populär an, ist eine vereinfachte konstruktion die die geschehenisse auf dem balkan/bosnien als gerade historisch determiniert erscheint. so könnte man auch viele andere krisengebiete in der gegenwart und in der vergangenheit darstellen -etwa spannungen zwischen franzosen und deutschen. aber keiner wird behaupten, dass europa ein pulverfass ist. mittel- und osteuropa haben einfach in einer kurzer zeit auf der politischen und ökonomischen ebene das nachzuholen, was die westeuropa in 200 jahren gemacht hat (siehe dazu transformationsforscher wie offe, merkel etc.).konstruktionen eines dauernden krisenzustands sind kontraproduktiv, man kann sogar einen latenten rassismus in solchen diskursen beobachten.</p>
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