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	<title>Kommentare zu: Kultur und Demokratie? Culture and democracy?</title>
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	<description>Gespräche zu Mittel- und Osteuropa</description>
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		<title>Von: Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa &#8211; Gespräche zu Mittel- und Osteuropa</title>
		<link>http://www.moe-kompetenz.de/2010/04/kultur-demokratie/comment-page-1/#comment-84</link>
		<dc:creator>Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa &#8211; Gespräche zu Mittel- und Osteuropa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 May 2010 16:22:00 +0000</pubDate>
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		<description>[...] dem Gespräch &#8220;Kultur und Demokratie&#8221; (April 2010) wurde von den Mitgliedern des Europäischen Kulturparlaments die [...]</description>
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		<title>Von: Sönke Paulsen</title>
		<link>http://www.moe-kompetenz.de/2010/04/kultur-demokratie/comment-page-1/#comment-80</link>
		<dc:creator>Sönke Paulsen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 13:53:59 +0000</pubDate>
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		<description>Leider war Katja Botanova kaum zu verstehen. Dennoch glaube ich, verstanden zu haben, dass die Ukrainischen Medien eher transparent sind, in der Frage, aus welcher politischen Richtung kulturelle Inhalte kommen. Wenn es das ist, was sie gesagt hat, bin ich der gleichen Meinung. Gerade in Deutschland fällt mir zunehmend auf, dass Medien, bzgl ihrer politischen Identität kaum noch zu differenzieren sind. Selbst die Bildzeitung vertritt linke Positionen und schmust in ihrer neuen Kampagne mit kulturellen Akteuren, die man bisher eher im linken politischen Spektrum vermutet hat. Ein Beispiel ist die Aktion: Bild Dir Deine Meinung! 
Wie auch immer, die systemerhaltende Funktion insbesondere der Massenmedien scheint mir in der Ukraine erheblich zu sein. Selbst schwerste Krisen, wie die aktuelle Wirtschaftskrise, in welcher die Menschen in der Ukraine buchstäblich um das Überleben kämpfen, kommen in den Medien eher gedämpft herüber, keinesfalls zugespitzt. Dies erscheint mir gerade deshalb bemerkenswert, weil die Ukraine sicherlich ein wesentlich geringeres Problem mit der Medienzensur hat, als beispielsweise Russland oder gar Weissrussland. Ein Freund aus Lugansk/Ukraine  kommentierte die Straßenkämpfe in Griechenland mit den Worten: Bei uns ist es hundertmal schlimmer und keiner geht auf die Straße. Was würden die Griechen tun, wenn sie unsere Verhältnisse hätten!?
Dies hat sicherlich auch Mentalitätsgründe. Allerdings schaukelt sich in den Medien dort auch wenig auf. Vielleicht auch ein Beispiel für den Unterschied zwischen mediteranen Medien und denen Osteuropas. 
Viel offensiver wird dort seit der Präsidentschaftswahl der politisch-kulturelle Grundkonflikt zwischen den europäisch orientierten und den prorussischen Kräften diskutiert. Mir scheint, dass die Frage, von welcher Seite Hilfe kommen könnte, oder Dominanz droht, die Ukrainer viel stärker bewegt, als die Frage, mit welchen Maßnahmen sie sich selbst helfen könnten. 
Die kulturell mediale Landschaft bietet hier ebenfalls nur partiell aktivierende oder aufrüttelnde Impulse. Ganz überwiegend ist die Kultur in einer Unterstützerfunktion für das angeschlagene Selbstbewusstsein der Ukrainer und kommt vielleicht deshalb weniger provokativ daher. Übrigens ganz im Unterschied zu den ersten Jahren nach der Orangenen Revolution. Damals hatte die Kultur spürbar stärkeren politischen Einfluss. 
Ich bin hier nur Beobachter und kein Insider, weshalb ich gerade die Stellungnahmen von Katja Botanova sehr interessant finde und gerne noch einmal in verständlicher Form hören oder lesen würde, vielleicht auch nur auszugsweise.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leider war Katja Botanova kaum zu verstehen. Dennoch glaube ich, verstanden zu haben, dass die Ukrainischen Medien eher transparent sind, in der Frage, aus welcher politischen Richtung kulturelle Inhalte kommen. Wenn es das ist, was sie gesagt hat, bin ich der gleichen Meinung. Gerade in Deutschland fällt mir zunehmend auf, dass Medien, bzgl ihrer politischen Identität kaum noch zu differenzieren sind. Selbst die Bildzeitung vertritt linke Positionen und schmust in ihrer neuen Kampagne mit kulturellen Akteuren, die man bisher eher im linken politischen Spektrum vermutet hat. Ein Beispiel ist die Aktion: Bild Dir Deine Meinung!<br />
Wie auch immer, die systemerhaltende Funktion insbesondere der Massenmedien scheint mir in der Ukraine erheblich zu sein. Selbst schwerste Krisen, wie die aktuelle Wirtschaftskrise, in welcher die Menschen in der Ukraine buchstäblich um das Überleben kämpfen, kommen in den Medien eher gedämpft herüber, keinesfalls zugespitzt. Dies erscheint mir gerade deshalb bemerkenswert, weil die Ukraine sicherlich ein wesentlich geringeres Problem mit der Medienzensur hat, als beispielsweise Russland oder gar Weissrussland. Ein Freund aus Lugansk/Ukraine  kommentierte die Straßenkämpfe in Griechenland mit den Worten: Bei uns ist es hundertmal schlimmer und keiner geht auf die Straße. Was würden die Griechen tun, wenn sie unsere Verhältnisse hätten!?<br />
Dies hat sicherlich auch Mentalitätsgründe. Allerdings schaukelt sich in den Medien dort auch wenig auf. Vielleicht auch ein Beispiel für den Unterschied zwischen mediteranen Medien und denen Osteuropas.<br />
Viel offensiver wird dort seit der Präsidentschaftswahl der politisch-kulturelle Grundkonflikt zwischen den europäisch orientierten und den prorussischen Kräften diskutiert. Mir scheint, dass die Frage, von welcher Seite Hilfe kommen könnte, oder Dominanz droht, die Ukrainer viel stärker bewegt, als die Frage, mit welchen Maßnahmen sie sich selbst helfen könnten.<br />
Die kulturell mediale Landschaft bietet hier ebenfalls nur partiell aktivierende oder aufrüttelnde Impulse. Ganz überwiegend ist die Kultur in einer Unterstützerfunktion für das angeschlagene Selbstbewusstsein der Ukrainer und kommt vielleicht deshalb weniger provokativ daher. Übrigens ganz im Unterschied zu den ersten Jahren nach der Orangenen Revolution. Damals hatte die Kultur spürbar stärkeren politischen Einfluss.<br />
Ich bin hier nur Beobachter und kein Insider, weshalb ich gerade die Stellungnahmen von Katja Botanova sehr interessant finde und gerne noch einmal in verständlicher Form hören oder lesen würde, vielleicht auch nur auszugsweise.</p>
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