Pillar of shame – Schande über die UNO?
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Völkermord oder Krieg? Diese Frage stellte sich im Juli 1995 in der unter dem Schutz der Vereinten Nationen stehenden Enklave Srebrenica. Der französische UN-General entschied sich gegen den Einsatz von Kampfflugzeugen – und lieferte über 8.000 männliche Muslime zwischen 12 und 80 Jahren der Ermordung durch die Armee der Republika Srpska unter Führung von Ratko Mladić aus.
Im Gespräch mit Philipp Rust vom “Zentrum für politische Schönheit” habe ich diese schwierige moralische Frage andiskutiert – und nachgefragt, wie das “Zentrum” gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker durch das Projekt “Pillar of shame” ein Zeichen gegen Völkermord setzen möchte.
Was meinen Sie? Was meinen Menschen im Kosovo, in Bosnien oder in Serbien dazu? Was meinen die Teilnehmer aller Seiten an den Kriegen in Ex-Jugoslawien heute dazu? Bitte kommentieren Sie das Gespräch (einfach hier unten auf “Kommentare” klicken und Ihre Meinung in das Feld schreiben – ohne Anmeldung).
Spenden können Sie für das Projekt auch und zwar hier.
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(10:35 Min.)
Philipp Ruch, 29, Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit und deutscher Menschenrechtler, geb. in Dresden, studierte von 2003–2009 bei Prof. Herfried Münkler und Prof. Volker Gerhardt politische Theorie und Philosophie, daneben Geschichte, Kulturwissenschaft und Germanistik. Er arbeitete im Forschungsbereich Geschichte der Gefühle am Max-Planck-Institut, wurde von der Zeit unter die „100 Studenten, von denen wir noch hören werden“ gewählt und ist Stipendiat des Bildakt-Forschungskollegs (Prof. John M. Krois und Prof. Horst Bredekamp).
Mehr Informationen über das Zentrum für politische Schönheit erhalten Sie unter http://www.politicalbeauty.de.
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Pingback von Das Beste aus dem ersten Jahr – Gespräche zu Mittel- und Osteuropa — 9. September 2010 @ 12:33
Das ein Politikwissenschaftler, der vermutlich keinen Wehrdienst geleistet hat und sicherlich nie in einem Kampfgebiet gewesen ist, für die Durchführung von Angriffskriegen plädiert finde ich erbärmlich!
Völlig egal wie ehrbar die Ziele sein mögen, so darf man niemals vergessen was ein solcher Einsatz für die Soldaten bedeutet. Die Bundesregierung befasst sich seit Jahren nicht ausreichend mit der psychologischen Betreuung von Afghanistan-Veteranen, die unter PTSB leiden. Angesichts dessen klingt die Forderung nach weiteren Kampfeinsätzen (fraglich in Lybien oder im Sudan) für mich wie eine Verhöhnung deutscher Soldaten und ihrer Probleme, ganz so, als sei “der reiche Westen” es der Welt schuldig diese seine “Opfer” in Kauf zu nehmen.
Statt den Anklage gegen die UN zu erheben (wohlgemerkt OHNE einen Gegenvorschlag zu liefern!!!) würde es Herrn Ruch gut zu Gesicht stehen, sich PRÄVENTIV gegen Völkermord einzusetzen.
Kommentar von Johannes Rueger — 24. Juli 2011 @ 12:50