Podium: Der “gefrorene Konflikt” um Karabach
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Das Verhältnis der kaukasischen Nachbarstaaten Armenien und Aserbaidschan ist angespannt, der Konflikt um die Region “Berg-Karabach” nach wie vor nicht gelöst. Die Region liegt auf aserbaidschanischem Staatsgebiet, ist aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Die von Armenien unterstützte “Republik Nagornyj Karabach” wird international nicht anerkannt.
Noch im Juni 2010 wurden vier armenische und insgesamt zwei aserbaidschanische Soldaten an der Grenze getötet. Der Konflikt kann also ebensoschnell “heiß” werden wie der zwischen Russland und Georgien um Südossetien im Jahr 2008…
Wie sehen die Menschen in der Region den Konflikt? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es und wie stehen die Chancen dafür? Dazu spreche ich mit Müschfig Mammadov, Dr. Vahram Soghomonyan und Dr. Uwe Hallbach, also mit je einem jungen Experten aus beiden Ländern und mit einem deutschen Wissenschaftler, der unter anderem die Bundesregierung in diesem Konflikt berät. Das Gespräch beweist im Ergebnis nicht zuletzt, dass trotz gegensätzlicher Grundauffassungen zum Konflikt ein Gespräch zwischen den Parteien möglich ist und beide Seiten mehr zivilgesellschaftlichen Kontakt wünschen, um die Basis für eine zukünftige Lösung zu legen.
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Das im Beitrag erwähnte Buch über den Konflikt, das 2006 gemeinsam von Publizisten beider Länder veröffentlicht wurde, kann hier heruntergeladen werden. Die erwähnte Studie von Stefan Meister (DGAP) zur Europäischen Kaukasuspolitik hier.
Weitere Informationen zu den Gesprächspartnern siehe unten (auf “weiterlesen” klicken). Kommentare zu diesem Gespräch sind willkommen – einfach unten in das Kommentarfeld einfügen – ohne Anmeldung!
Müschfig Mammadov, wurde 1978 in Sumgait in Aserbaidschan geboren. Nach einem vierjährigen Bachelor-Stidium und dem anschließenden einjährigen Magisterstudium an der Fakultät „Völkerrecht und internationale Beziehungen“ der Staatlichen Universität Baku (Aserbaidschan) studierte er von 2000 bis 2002 Europa- und Völkerrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Leipzig. Diesem Studium folgten die einjährigen Forschungsarbeiten an der Juristischen Fakultät der HU Berlin. Nach der Rückkehr nach Aserbaidschan arbeitete er als Jurist und Dolmetscher beim GTZ-Projekt „Unterstützung der Gerichts- und Justizreform in Aserbaidschan“ sowie für das Projekt des niederländischen Centre for International Legal Cooperation zur Unterstützung der Verwaltungsrechtreform in Aserbaidschan. Seit Oktober 2007 promoviert er an der Juristischen Fakultät der HU Berlin zum Thema „Sezessionskonflikte im postsowjetischen Raum und das Selbstbestimmungsrecht der Völker“.
Dr. Vahram Soghomonyan, geboren 1977 in Jerewan (Armenien), studierte Germanistik und Weltliteratur an der Staatlichen Universität Jerewan. 2006 promovierte er an der Philipps-Universität Marburg. Von 2002 bis 2006 arbeitete er in der FEI-Forschungsgruppe Europäische Integration am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Schwerpunkte: Südkaukasuspolitik der EU, Demokratische Konsolidierung und Wertewandel in Armenien. Autor zahlreicher Publikationen zum Thema Europa/Südkaukasus (u.a. Europäische Integration und Hegemonie im Südkaukasus 2007). Engagiert sich in der Bürgerinitiative zum Schutz von Grünanlagen in Jerewan.
Dr. Uwe Halbach (geb. 1949) ist Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Er forscht und publiziert dort zu den Regionen Kaukasien und Zentralasien, Russland (südliche Regionen und nichtrussische Föderationssubjekte) und zur GUS. Schwerpunkte seiner Arbeit sind u.a. regionale Konflikte, Sicherheitsfragen und Religionspolitik
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Sehr geehrter Herr Götz,
ich begrüße Sie aus Baku und bedanke ich mich bei Ihnen für das Interview.
Natürlich wie immer hören wir über Berg-Karabach Konflikt weder konstruktive Positionen, noch deutliche Meinungen, sondern immer gleiche Sachen, daß es keinen Krieg sein soll, die territorialle Integrität von Aserbaidschan wiederhergestellt werden soll, die Selbstbestimmung der armenischen Volk in Berg-Karabach anerkannt werden soll, die Parteien Kompromisse zeigen sollen und noch weitere divergente und einander gegensätzliche Meinungen.
1. Sehr geehrter Prof. Uwe Halbach meinte auch, daß es keinen Krieg sein soll und falls es einen Krieg angefangt wird, es wird nicht wie 5 Tage Krieg in 2008 sein. Erst möchte ich gerne sagen, dass es inhaltlich nicht richtig ist, Berg-Karabach Konflikt mit Süd Osetien und Abchasien Konflikt bzw. mit dem Ergebnis und den Einwirkungen dieses Krieges zu vergleichen. Berg-Karabach Konflikt ist einen Konflikt zwischen zwei Staaten ; Aserbaidschan und Armenien (Rußland). Süd Osetien und Abchasien Konflikt ist ein interner Konflikt von Georgien, obwohl aus bestimmeten Gründen Russland sich in das Problem eingedringt hat. Deswegen die Einwirkungen des Krieges kann unterschiedlich sein und zwar die regionale Situation und Status Quo kann sich ändern. Entweder pro Aserbaidschan oder gegen Aserbaidschan oder umgekehrt. Aber Hauptsache ist, dass die armenische Regierung nicht mehr keine Chance haben wird, seinem Volk anzulügen und mit der Verlängerung des Prozesses von der gerechten Entscheidung sich retten kann.
2. Seit Jahren hören nicht nur aserbaidschanische Bevölkerung, sondern fast alle ausländische Politiker und entsprechende Institutionen, dass die territorialle Integrität von Aserbaidschan wiederhergestellt werden soll. Nur diesen Satz sagen und immer wiederholen, heißt nicht, dass diese Politiker oder Politikwissenschaftler für Aserbaidschan etwas macht oder pro uns ist. Und ich denke, in der staatlichen Ebene wird es auch nicht ernst angenommen, wenn ein ausländischer Politiker oder Politikerin diesen Satz ausspricht. Und die Politiker sollen nicht denken, dass diesen Satz ausreicht. Ich frage jetzt, falls die territorialle Integrität von Armenien erobert hätte und „tausende“ Resolutionen angenommen hätten, wie die Politikwelt darauf reagieren würde?
3. Was Herr Soghomonyan aber ausdrückt, kann die intelligente Zuhörer einfach enttäuschen. Er sagt, dass es schon mehrmals „demokratische Referendum“ in Berg-Karabach stattgefunden war. Wie kann ein Dr.denken, falls eine Region, wo einen Konflikt entsteht, dort eine „demokratische Atmosphere“ existiert. Verlangt Demokratie nach „einer erdachten Republik“? Oder er sagt, dass Berg-Karabach nie ein Teil von Aserbaidschan war. Und ich frage, ob es ein Teil von Armenien war oder irgendwann solche „Republik“ existierte? Herr Soghomonyan, bitte erinnern Sie sich daran, „Die Umsiedlung wurde von der armenischen Bevölkerung in Berg-Karabach im Jahre 1978 mit der Errichtung und Einweihung eines Denkmals in Aghdara in Berg-Karabach zum Gedenken an den 150. Jahrestag der Umsiedlung feierlich begangen. Nach dem Beginn des Karabach-Konfliktes wurde dieses Denkmal von armenischen Nationalisten Ende der 1980er Jahre zerstört. Diese Umsiedlung der Armenier aus Persien und Osmanischen Reich nach Karabach wurde auch im Statement des Außenministeriums der USA vom April 2001,vor dem Beginn der Verhandlungen zwischen Armenien und Aserbaidschan in Kezwest in Florida, bestätigt.“ (Quelle: Berg-Karabach Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan, Johannes Rau, Verlag Dr. Köster)“
Gruß,
Nurlana
Kommentar von Nurlana Jalil — 23. Juli 2010 @ 15:17
Lieber Herr Goetz, ich bedanke mich auch ganz herzlich, dass Sie wieder eine interessante Diskussionh ausgeloest haben.
Erstmals moechte ich die Information ueber die Opfer von der aserbaidschanischen Seite in Folge der Schiesserei am 18.Juni bestreiten. Laut aserbaidschanischem Aussenministerium kam nur ein Soldat ums Leben (http://www.eurasianet.org/node/61373) (uebrigens wird seine Leihe von Armenien immernoch behalten und der aserbaidschansichen Seite nicht uebergeben, obwohl sich einige internationale Organisationen an die armenische Seite wegen der Uebergabe der Leihe gewendet haben)
Als Mitarbeiterin der Abteilung fuer Politik und Oeffentlichkeitsarbeit der deutschen Botschaft in Baku und als eine Aserbaidschanerin bin ich immer ueber jede neue Aussage und jedes Dokument zum Thema Karabach-Konflikt informiert.
Um das Thema Berg-Karabach kann man sehr viel diskutieren und reden.. Was die armenischen Politiker auch gerne tun. Das sind nur leere Reden
ich moechte nur wieder folgendes hinweisen:
Der Weltsicherheitsrat verabschiedete 1993 vier Resolutionen bezüglich der Bergkarabach-Frage, die den Abzug der armenischen Truppen aus den besetzten aserbaidschanischen Bezirken forderten.
Der Europarat hat die „Separation von 15,25 % des aserbaidschanischen Staatsgebietes“ (Bergkarabach und Nachbarbezirke) durch die armenischen Militäreinheiten Bergkarabachs zuletzt in einer Resolution vom Januar 2005 als „rechtswidrig“ gerügt .
Am 14. März 2008 verabschiedete die UN-Vollversammlung eine Resolution zum Konflikt um Bergkarabach, in der sie von Armenien einen „sofortigen und vollständigen Abzug der Truppen aus den besetzten aserbaidschanischen Gebieten“ fordert.
Das sind nur wenige aus mehreren internationalen Erklaerungen , die von Armenien bis jetzt nicht akzeptiert werden.
Wenn mann eine Nachbarrepublik ueberfaellt, ihre Territorien mit Hilfe des dritten Landes besetzt, die Bewohner aus ihren Hausern vertreibt, die Denkmaeller, Friedhoefe, Tempeln zerstoert und damit alle internationale Normen und Gesetze bricht und die Resolutionen der Weltoeffentlichkeit nicht akzeptiert, so ist man auch an den friedlichen Verhandlungen natuerlich nicht interessiert.So macht Armenien nur gute Miene beim boesen Spiel, verlaengert den Verhandlungsprozess bis es geht nicht mehr..
Die Fenster von meinem Buero gehen auf die armenische Kirche aus.. Die Kirche steht im Zentrum der Stadt, fest und unbeschaedigt. Bald wird sie auch renoviert. Und die aserbaidschansichen Tempel in Karabach liegen in Ruinen.
Ich bin stolz wenn ich an die Toleraz, Gastfreundlichkeit und Geduld des asebaidschanischen Volkes denke.. Stolz, dass die Aserbaidschaner, auch wenn sie infolge der Agression eines Nachbarstaates ein grosses Teil seines Territoriums verloren haben, immer noch Geduld auf die friedliche Verhandlungen behalten.
Kommentar von Gunay Rzayeva — 23. Juli 2010 @ 21:53
Lieber Herr Götz,
Ich bedanke mich bei Ihnen auch ganz herzlich für diese Diskussion.
Ich möchte mich, ehrlich gesagt, nicht in die politischen Sachen einmischen, aber als ich sah, wie , wie typisch aserbaidschanisch, die Fakten und die Geschichte verfälscht und wie ein Märchen erzählt wurden , weiss ich nicht warum (Vielleicht ist es die Psychologie des Verlierers, wer weiss…), hab ich mich entschieden, auch meine Meinung dazu zu äußern.
Auf dieser Linke könnt ihr jetzt die echte Geschichte über den Berg-Karabakh mit den ganzen Einzeleiten kennenlernen.
1. http://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt
und auch hier bitte 2. http://www.polit.ru/institutes/2009/06/02/karabkh.html, wo der bekannte Analytiker Uen Merry aus American Foreign Policy Council (nicht Armenier) ganz gut und genau die Situation beschreibt. Leider steht es hier auf Russisch, aber ich glaube, dass fast alle in Aserbaidschan auf Rusisch verstehen.
2. …und hier ein Artikel wieder in Bezug auf dieses Thema, aber diesmal von einem türkischen Analytiker, aus der Zeitung Milliyet, unten steht es: (ich möchte erwähnen, dass er aus der Türkei ist, d.h. es gibt schon eine gesunde Generation, die schon reif denkt und sich selbst schon Fragen stellt, warum und wieso?)
Аналитик турецкой газеты Milliyet Кадри Гюрсель призывает своих братьев-азеров оставить надежду на Карабах и поступить более разумно.
В статье “Забыть Карабах будет на пользу азерам”, турецкий аналитик с четкой уверенностью пишет: “Азербайджан не может ни дипломатическим путем, ни экономической блокадой, ни посредством войны вновь взять Карабах под свою власть. Невозможно прогнозировать такое и в будущем”. Кроме осознания сказанного раз и навсегда, согласно Гюрселю, может быть, Азербайджану дипломатическим путем удастся взять под свой контроль освобожденные территории вокруг НКР с условием сохранения сухопутной связи между Арменией и Карабахом.
По мнению турецкого аналитика, “с того момента, как карабахский вопрос оказался в фокусе борьбы азербайджанских властей и оппозиции, эта страна не демонстрирует необходимой гибкости в решении данного вопроса”. То есть жесткой позицией, постоянными воинственными заявлениями Баку никогда не добивался результата и не добьется. “Как Турция в вопросе Кипра говорит грекам и всему миру, что невозможно снова вернуться к прежнему статусу Кипра (до 1974 года), так и надо сказать братьям-азерам, что возвращение Кавказа в период до 1992 года – невозможная вещь”, проводит параллель турецкий аналитик.
3. Berg-Kharabakh war, ist und gehört zu Armenien. Wir haben eine sehr alte Geschichte mit einer total reichen Kultur. Als wir auf der Welt waren, war kein einziger Aserbaidschaner auf dem Planeten.
Was betrifft die geäußerte Aussage des letzteren Kommentares in Bezug auf die Geduld, Toleranz…, sag ich folgendes: es kann sogar über die Toleraz, Gastfreundlichkeit und Geduld des asebaidschanischen Volkes keine Rede sein. Die Agression wie immer kommt von eurer Seite, nicht von uns. Und was sagt ihr über die Zerstörung der Kreuzsteine in Nakhijevan und die Kirchen, die die Bauer als Stall gebrauchen??? Ist es auch eine Art der neuen Renovierung, die ich nicht kenne?? Lehren Sie vielleicht auch mich bei,weil die Armenier solche Art der Renovierung nicht verfolgen.
Auf dieser Link (wo eine grosse Menge der Kreuzsteine mit den Autos gebracht und zerbrochen werden) findet ihr “eine neue Art der Renovierung”,.
Apropos, es ist von den Persen vor Ort mit Handy Kamera aufgenommen.
http://www.youtube.com/watch?v=_DYFHF_eRcI
Am Ende wollte ich aber meine Botschaft an die Bürger beider Länder sagen, dass ich wie alle Armenier keinen Krieg mehr wollen. Lassen wir uns einfach ganz ruhig leben. Ich kenne sehr viele aserbaidschanische Freunde, die sehr nett sind und ich möchte mit ihnen eine Zukunf gestalten, in Kontakt bleiben, coole Ideen und Projekte zur Stabilität und zum Frieden im Südkaukasus verwircklichen und ohne Hass und Feindlichkeit auf die Zukunft und Fortschritte beider Länder anschauen und nicht mit der Vergangenheit sondern mit der Zukunft vorangehen.
Danke für die Aufmerksamkeit
Varsenik Minasyan
Kommentar von Varsenik Minasyan — 26. Juli 2010 @ 08:39
Ich bedanke mich bei Ihnen auch ganz herzlich für diese Diskussion.
Ich möchte mich, ehrlich gesagt, nicht in die politischen Sachen einmischen, aber als ich sah, wie , wie typisch aserbaidschanisch, die Fakten und die Geschichte verfälscht und wie ein Märchen erzählt wurden , weiss ich nicht warum (Vielleicht ist es die Psychologie des Verlierers, wer weiss…), hab ich mich entschieden, auch meine Meinung dazu zu äußern.
Auf dieser Linke könnt ihr jetzt die echte Geschichte über den Berg-Karabakh mit den ganzen Einzeleiten kennenlernen.
1. http://de.wikipedia.org/wiki/Bergkarabachkonflikt
und auch hier bitte 2. http://www.polit.ru/institutes/2009/06/02/karabkh.html, wo der bekannte Analytiker Uen Merry aus American Foreign Policy Council (nicht Armenier) ganz gut und genau die Situation beschreibt. Leider steht es hier auf Russisch, aber ich glaube, dass fast alle in Aserbaidschan auf Rusisch verstehen.
2. …und hier ein Artikel wieder in Bezug auf dieses Thema, aber diesmal von einem türkischen Analytiker, aus der Zeitung Milliyet, unten steht es: (ich möchte erwähnen, dass er aus der Türkei ist, d.h. es gibt schon eine gesunde Generation, die schon reif denkt und sich selbst schon Fragen stellt, warum und wieso?)
Аналитик турецкой газеты Milliyet Кадри Гюрсель призывает своих братьев-азеров оставить надежду на Карабах и поступить более разумно.
В статье “Забыть Карабах будет на пользу азерам”, турецкий аналитик с четкой уверенностью пишет: “Азербайджан не может ни дипломатическим путем, ни экономической блокадой, ни посредством войны вновь взять Карабах под свою власть. Невозможно прогнозировать такое и в будущем”. Кроме осознания сказанного раз и навсегда, согласно Гюрселю, может быть, Азербайджану дипломатическим путем удастся взять под свой контроль освобожденные территории вокруг НКР с условием сохранения сухопутной связи между Арменией и Карабахом.
По мнению турецкого аналитика, “с того момента, как карабахский вопрос оказался в фокусе борьбы азербайджанских властей и оппозиции, эта страна не демонстрирует необходимой гибкости в решении данного вопроса”. То есть жесткой позицией, постоянными воинственными заявлениями Баку никогда не добивался результата и не добьется. “Как Турция в вопросе Кипра говорит грекам и всему миру, что невозможно снова вернуться к прежнему статусу Кипра (до 1974 года), так и надо сказать братьям-азерам, что возвращение Кавказа в период до 1992 года – невозможная вещь”, проводит параллель турецкий аналитик.
3. Berg-Kharabakh war, ist und gehört zu Armenien. Wir haben eine sehr alte Geschichte mit einer total reichen Kultur. Als wir auf der Welt waren, war kein einziger Aserbaidschaner auf dem Planeten.
Was betrifft die geäußerte Aussage des letzteren Kommentares in Bezug auf die Geduld, Toleranz…, sag ich folgendes: es kann sogar über die Toleraz, Gastfreundlichkeit und Geduld des asebaidschanischen Volkes keine Rede sein. Die Agression wie immer kommt von eurer Seite, nicht von uns. Und was sagt ihr über die Zerstörung der Kreuzsteine in Nakhijevan und die Kirchen, die die Bauer als Stall gebrauchen??? Ist es auch eine Art der neuen Renovierung, die ich nicht kenne?? Lehren Sie vielleicht auch mich bei,weil die Armenier solche Art der Renovierung nicht verfolgen.
Auf dieser Link (wo eine grosse Menge der Kreuzsteine mit den Autos gebracht und zerbrochen werden) findet ihr “eine neue Art der Renovierung”,.
Apropos, es ist von den Persen vor Ort mit Handy Kamera aufgenommen.
http://www.youtube.com/watch?v=_DYFHF_eRcI
Am Ende wollte ich aber meine Botschaft an die Bürger beider Länder sagen, dass ich wie alle Armenier keinen Krieg mehr wollen. Lassen wir uns einfach ganz ruhig leben. Ich kenne sehr viele aserbaidschanische Freunde, die sehr nett sind und ich möchte mit ihnen eine Zukunf gestalten, in Kontakt bleiben, coole Ideen und Projekte zur Stabilität und zum Frieden im Südkaukasus verwircklichen und ohne Hass und Feindlichkeit auf die Zukunft und Fortschritte beider Länder anschauen und nicht mit der Vergangenheit sondern mit der Zukunft vorangehen.
Danke für die Aufmerksamkeit
Gruss aus Jerewan
Varsenik Minasyan
Kommentar von Varsenik Minasyan — 26. Juli 2010 @ 16:19
Lieber Herr Götz,
Vielen Dank für interessante Diskussionsrunde.
Gibt es eine getippte Version von diesem Gespräch? Ich würde es gerne übersetzten und bei einer armenischen Zeitung veröffentlichen.
Ich freue mich sehr, daß so ein Platform, wie Ihre Webseite gibt, der Kontakt zwischen den Nachbarländer Armenien und Aser…baidschan ermöglicht: hier können die Aserbaidschaner weiter verschiedene Fakten und Ereignisse ausdenken und wir werden immer wieder bestehen, daß wir nichts zum abtreten haben.
Schönen Dank und liebe Grüße,
Ani Matevosyan
Kommentar von Ani Matevosyan — 26. Juli 2010 @ 18:38
Sehr geehrter Herr Minasyan,
aus ihrem Kommentar geht es hervor, dass sie sich wirklich nicht nur in die Politik nicht einmischen wollen sondern auch sich in der Politik und Fakten nicht auskennen. ich kann tausende von den Links aus Wikipedia hier vorführen, wo Karabach als aserbaidschanisches Territorium dargestellt wird und das Gegenteil auch.. Also WIKIPEDIA ist KEINE QUELLE der Wahrheit. Da kann jeder seinen Artikel veröffentlichen.. Wenn wir über die Märchen sprechen, dass empfehle ich Ihnen ein Buch unter dem Namen “Märchen der armenisichen Weisen” auch Russisch, dass auch in Moskau zu finden ist, zu lesen))) ist wirklich witzig)))..
Ich bitte Sie die wirklichen Tatsachen vorzuführen- Resolutionen, Abkommen uzw.. nicht das, was die armenischen “Gelehrten” da sich ausdenken”
Mit tut es Leid zu sehen, wie Armenien sich durch seine eigene Aggression versperrt hat, es kann sich einfach nicht weiter entwickeln.. Das verstehen die schön die armenisichen Politiker, doch sie können die Wirkung und die Linie der Lobby nicht mehr steuern. Die Politiker versuchen die Grenze mit der Türkei aufzumachen, die Beziehungen mit der Türkei wiederaufzubauen, weil es viele strategische Vorteile für Armenien hat, doch armenisches Lobby schreit in der ganzen Welt über ausgedachen “Völkermord” und damit selbst die Pläne der armensichen Regierung zur nichte bringt. Ihr wisst selbst nicht was ihr wollt… ihre einzige Strategie ist- “sich in der Welt als ewige Märtyrer zu zeigen.. immer sich uber die anderen zu beklagen..
Ihr habt selbst diese Agression in Berg-KArabach angefangen.. sonnst würden jetzt alle im Frieden leben.. und es gebe diese Diskussion nicht
Und noch ein Paar Links zum Nachdenken..ein Tropfen im Mehr der armensichen Lügerei und Verbrechen
http://www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/terror/index.html
http://deutsch.he-add.org/index.php?option=com_content&task=view&id=24&Itemid=40&limit=1&limitstart=4
http://www.politik.de/forum/mittelmeer/224422-ermordete-4.html
Kommentar von Gunay Rzayeva — 27. Juli 2010 @ 20:57
Liebe Teilnehmer/innen der “Kommentar-Diskussion”,
danke für die bislang vier Beiträge. Sie belegen, was auch im Gespräch selbst noch einmal klar geworden ist – dass nämlich die Positionen der beiden Nachbarländer in diesem Konflikt weit auseinanderliegen und scheinbar unversöhnlich sind. Und dass sehr, sehr viel Emotion in diesem Konflikt ist.
Ich möchte nur eine Warnung aussprechen: Aussagen wie “Die aserbaidschanische Seite verfälscht die Geschichte – typisch!” oder auf der anderen Seite die “Armenier denken sich einen Völkermord aus” führen zu einer Vertiefung des Konflikts, sie tragen nichts zur Diskussion bei, sondern sorgen am Ende zu mehr Unverständnis und Verletzung auf beiden Seiten.
Der Weg zu einer Verständigung führt nicht über den Vorwurf, dass die andere Seite lügt oder die Geschichte verfälscht. Er führt nur darüber, dass man die andere Seite erst mal anhört und anerkennt, dass dort eine andere Sichtweise vorherrscht. Dann (aber erst dann!!!) kann man mit Aussicht auf Erfolg und Verständnis aufzählen, an welchen Punkten man andere Informationen oder andere Meinungen hat.
Ich selber habe das Glück, keinen solch aktuellen Konflikt mit den Menschen in den Nachbarländern Deutschlands (mehr) zu erleben. Aber wo wäre Deutschland, wenn wir das Leid der Juden, der Polen, der Russen und aller anderen Völker abgestritten hätten? Auf jeden Fall wäre Deutschland dann heute nicht in der Position von lauter Freunden umgeben zu sein – ein historisches Glück, das aber nicht zufällig kam, sondern erst nach Jahrzehntelanger, intensiver Bemühung und Diskussion, die oft schmerzhaft für alle Seiten war und zum Teil auch 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg noch nicht vorbei ist.
Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich als “Oberlehrer” wahrgenommen werde. Es ist sicher einfacher für mich, das zu schreiben, weil ich nicht selbst betroffen bin.
>>> Aber ich mache auch noch mal darauf aufmerksam, dass ich mir vorbehalte, Beiträge nicht zu veröffentlichen oder zu löschen, wenn Sie nicht zum Dialog, sondern zur Vertiefung des Konflikts beitragen.<<<
Ich bin mir sicher, alle Seiten bringen den guten Willen auf, hier miteinander zu reden und nicht nur gegenseitige Vorwürfe aufzuzählen und neue Verletzungen zuzufügen.
Mit herzlichen Grüßen an alle Seiten
Sascha Götz
Kommentar von Sascha Götz — 28. Juli 2010 @ 09:25
Wenn ich spaziere, etwas über diesen Konflikt lese, im Bus fahre, mit Freunden diskutiere und die Aussagen der armenischen Leute höre und lese, frage ich selbst, wie wir mit Armenier zusammenleben oder zusammenarbeiten können, müssen, sollen, dürfen, wollen und werden.
Es tut mir verdammt Leid, sie zerstören allen möglichen und gewünschten Wege zur Versönung.
Lieber Herr Götz, ihr Volk hatte Glück, dass es wie judische, polnische “Feinde” gehabt hat, sonst werden Sie heute nicht so stolz sein! Soweit ich Ihre Liebe zur Armenien weiss, sie weder uns noch die Bedeutung des Konflikts verstehen. Und bitte berücksichtigen Sie, welche Kommentaren die Grenze der Höfflichkeit, der akademischen Kenntnisse und der politischen Position verletzt.
Wünschen des Friedens ist nicht einfach!!!
Mit Hochachtungsvoll,
Nurlana
Kommentar von Nurlana Jalil — 28. Juli 2010 @ 13:41
Es ist schon sehr interessant die verschiedenen Standpunkte zu hören was diesen Konflikt anbelangt. Ich selber war im Mai in Armenien und hatte da auch einen Kontakt zu einem Armenier der 2002 seinen Wehrdienst in Karabach geleistet hat und mir erzählte dass von Frieden noch lange keine Rede sein kann, auch zu dieser Zeit fielen dort immer noch mehrfach Schüsse in dem Grenzgebiet und er erzählte mir auch dass viele Eltern froh sein konnten wenn ihre Kinder lebend zurückgekehrt sind.Es hat sich wohl in den letzten Jahren ein wenig gebessert, aber von einem normalen Alltag ist man in Karabach wohl immer noch weit entfernt.Außerdem habe ich auch erst dort erfahren dass letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse ein Buch aus Aiserbaidschan vorgestellt wurde in dem Kulturdenkmäler präsentiert wurden die zu Armenien gehören und nicht zu Aiserbaidschan.Solche Dinge fördern auch nicht einen friedlichen Dialog zwischen diesen beiden Ländern.Ich selber finde das sehr schade und würde mir wirklich sehr wünschen dass diese beiden Länder in einer friedlichen Nachbarschaft zusammenleben.
Kommentar von Torsten Seidel — 30. Juli 2010 @ 08:31
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