Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

22.06.2011

Im Profil: Internationales Forum 2011

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ulrike-breitsprecher Junge Europäer zusammenbringen und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Erinnerungen auszutauschen, das ist das Ziel des „Internationalen Forums“. In diesem Jahr findet es in Kiew statt. Das Oberthema: „1941: Der deutsche Vernichtungskrieg in der Ukraine und seine Akteure“. Pauline Tillmann hat mit Koordinatorin Ulrike Breitsprecher gesprochen, warum man für das Forum dieses Thema ausgewählt hat, an wen es sich in erster Linie richtet und ob es bereits konkrete Ergebnisse aus den vergangenen Foren vorzuweisen gibt.

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(09:07 Min.)

Für mehr Informationen zum Oberthema „1941: Der deutsche Vernichtungskrieg in der Ukraine und seine Akteure“ (Quelle: www.geschichtswerkstatt-europa.org) klicken Sie bitte auf

Am 22. Juni 2011 jährt sich zum 70. Mal der Tag des Überfalls des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion, das so genannte „Unternehmen Barbarossa“. Die Praktiken von Besatzung, Terror, Internierung, Zwangsarbeit, ethnischer Säuberung und Massenmord kulminierten nun zu einem deutschen Vernichtungskrieg im Osten, der primär auf dem Territorium der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik stattfand. Der 22. Juni 1941 steht für die mittel- und langfristige Planung der nationalsozialistischen Führung einer gigantischen Expansion bis zum Ural, im Zuge derer mehr als 30 Millionen Menschen zwangsumgesiedelt werden sollten.

Zugleich sollte das Konzept eines „Neuen Europa“ unter der Führung NS-Deutschlands finalisiert werden. Als zentraler Bestandteil erwies sich dabei die Vernichtung des europäischen Judentums, die 1941 begann und 1942 dann in industrialisierter Form europaweite Dimension annahm. Der deutsche Vernichtungskrieg weist alleine durch die beteiligten Akteure europäische Aspekte auf. An der Seite der Deutschen kämpften italienische, ungarische, österreichische, rumänische und slowakische Truppen, auf sowjetischer Seite Russen, Ungarn, Georgier und viele andere. Ukrainer waren jedoch nicht nur als Angehörige der Roten Armee und als pro-sowjetische Partisanen am Kriegsgeschehen beteiligt, sondern haben überdies zeitweise mit den deutschen Besatzern kollaboriert.

Das „Internationale Forum 2011“ widmet sich neben den geschichtlichen Ereignissen und deren europäischen Dimension auch den heutigen Spuren der verschiedenen Erinnerungskulturen an den Krieg und die Besatzung in der Ukraine und an die Vernichtung des ukrainischen Judentums.

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