Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

08.08.2013

Im Profil – SOFA

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nikolaj-nikitin Der Osten boomt! Seit dem Fall der Berliner Mauer vor über 20 Jahren übt Osteuropa eine ungebrochene Faszination auf die Menschen in Westeuropa aus. Nicht zuletzt der rasante wirtschaftliche Aufschwung macht den Osten des Kontinents zum Mekka für Geschäftsleute aller Couleur. Doch während für Waren und Personen über alle Grenzen hinweg ein reger Austausch besteht, hat es die Filmwirtschaft aus den Ländern Osteuropas bisher kaum geschafft sich Marktanteile im Westen zu sichern. Das dies so bleibt ist zum Glück unwahrscheinlich.

bg_internal Im polnischen Breslau/Wrocław kommen vom 19. bis zum 30. August dieses Jahres junge Filmenthusiasten aus Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien zusammen, um von den Koryphäen der deutschen Filmwirtschaft zu lernen, wie man große Projekte organisiert und finanziert. Sie alle sind eingeladen auf das SOFA von Nikolaj Nikitin, der im Gespräch mit Johannes Rüger nicht nur das Konzept des Workshops erklärt, sondern auch kritische Einschätzungen zum State oft he Art des osteuropäischen Kinos und seiner Strukturen gibt.

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Kommentare

  1. Was die Filme aus dem Osten anbelangt, so gibt es im Westen allerdings noch einen sehr starken Nachholbedarf.
    Das Potential ist durchaus vorhanden wie beispielsweise die beiden russischen Filme Wächter der Nacht und Wächter des Tages bewiesen haben.
    Diese Filme waren von den Spezialeffekten wie auch von der Besetzung der Schauspieler schon auf einem sehr hohen Niveau und
    brauchten sich wahrlich nicht vor den Blockbustern aus Hollywood zu verstecken.
    Aber grundsätzlich sehe ich das Potential hier eher nicht in Großproduktionen sondern in den kleineren Filmen wo einfach gute Geschichten erzählt werden und in denen gute Schauspieler agieren. Hier gibt es sicherlich auch im Osten einige und dann benötigt man auch keine so großen finanziellen Mittel um einen guten Film auf die Beine zu stellen.
    In der jüngsten Vergangenheit hat genau damit der europäische Film schon oft gegen die teureren amerikanischen Produktionen auftrumpfen können.
    Bestes Beispiel ist der französische Film – Ziemlich beste Freunde.
    Ich denke dass die Leute mittlerweile auch sehr vielseitiger interessiert sind, und eben nicht mehr nur die amerikanischen Blockbuster sehen wollen und genau hier gibt es noch eine große Lücke die Filmproduktionen auch aus Osteuropa sicherlich noch deutlich kleiner machen könnten, das zumindest würde ich persönlich sehr begrüßen.

    Kommentar von Torsten Seidel — 9. August 2013 @ 13:01

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