Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

08.07.2010

Pillar of shame – Schande über die UNO?

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pillar_of_shame Völkermord oder Krieg? Diese Frage stellte sich im Juli 1995 in der unter dem Schutz der Vereinten Nationen stehenden Enklave Srebrenica. Der französische UN-General entschied sich gegen den Einsatz von Kampfflugzeugen – und lieferte über 8.000 männliche Muslime zwischen 12 und 80 Jahren der Ermordung durch die Armee der Republika Srpska unter Führung von Ratko Mladić aus.

Im Gespräch mit Philipp Rust vom “Zentrum für politische Schönheit” habe ich diese schwierige moralische Frage andiskutiert – und nachgefragt, wie das “Zentrum” gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker durch das Projekt “Pillar of shame” ein Zeichen gegen Völkermord setzen möchte.

Was meinen Sie? Was meinen Menschen im Kosovo, in Bosnien oder in Serbien dazu? Was meinen die Teilnehmer aller Seiten an den Kriegen in Ex-Jugoslawien heute dazu? Bitte kommentieren Sie das Gespräch (einfach hier unten auf “Kommentare” klicken und Ihre Meinung in das Feld schreiben – ohne Anmeldung).

Spenden können Sie für das Projekt auch und zwar hier.

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(10:35 Min.)

philipp_ruch Philipp Ruch, 29, Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit und deutscher Menschenrechtler, geb. in Dresden, studierte von 2003–2009 bei Prof. Herfried Münkler und Prof. Volker Gerhardt politische Theorie und Philosophie, daneben Geschichte, Kulturwissenschaft und Germanistik. Er arbeitete im Forschungsbereich Geschichte der Gefühle am Max-Planck-Institut, wurde von der Zeit unter die „100 Studenten, von denen wir noch hören werden“ gewählt und ist Stipendiat des Bildakt-Forschungskollegs (Prof. John M. Krois und Prof. Horst Bredekamp).

Mehr Informationen über das Zentrum für politische Schönheit erhalten Sie unter http://www.politicalbeauty.de.

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23.06.2010

Tschechien: Frischer Wind mit neuen Parteien?

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Das tschechische Parteiensystem wurde bei den Parlamentswahlen am 29. und 30. Mai 2010 gründlich durcheinandergeschüttelt. Parteien wie die traditionsreichen Christdemokraten oder die Grünen schafften den Einzug in das Parlament nicht und sowohl die bislang führende ODS als auch die als chancenreich eingeschätzten Sozialdemokraten (ČSSD) verloren dramatisch.

jan_prasil Ich habe diesmal einen “parteiischen” Beobachter um seine Einschätzung gefragt. Jan Prášil ist tschechischer Sozialdemokrat. Er studierte in Prag und in München Politikwissenschaft, Philosophie und Linguistik und arbeitet derzeit in Brüssel als Berater der tschechischen S&D Delegation (so heißt seit den letzten Europawahlen die Fraktion der europäischen Sozialdemokratie) im Europäischen Parlament.

Wie sortiert sich das tschechische Parteiensystem neu nach den Parlamentswahlen? Wie “neu” sind die neuen Parteien wirklich? Gibt es jetzt mehr “direkte Demokratie” wie von einer der neuen Parteien angekündigt? Auf diese und weitere Fragen antwortet Jan Prášil.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare zum Thema – einfach hier unten eintragen!

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(14:34 Min.)

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19.06.2010

Ungarn: Ein neuer Anfang mit Fidesz?

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Einige Wochen nach den Wahlen stellt sich die Frage, was der Erdrutschsieg der konservativen Fidesz-Partei wirklich verändert in dem politisch seit 20 Jahren tief gespaltenen Land.

tamas_tozser Ich spreche mit dem in Budapest geborenen Tamás Tőzsér, einem Copernicus-Stipendiaten, der derzeit in Hamburg Politik und internationales Recht studiert. Er verfolgt die Entwicklung in seiner Heimat anhand von Zeitungen, persönlichen Gesprächen und politikwissenschaftlichen Studien und stellt fest, dass die Ungarn große Hoffnungen auf Fidesz setzen…

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(13:18 Min.)

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16.06.2010

Workshop: Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina

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Liebe Leser/innen und Hörer/innen,

zum unten stehenden Workshop der Friedrich Ebert Stiftung in Zusammenarbeit mit www.moe-kompetenz.de – Gespräche über Mittel- und Osteuropa lade ich Sie/Euch ganz herzlich ein.

fes_logo_0 Spannend ist die Veranstaltung auch deshalb, weil die drei Ombudsleute aus Bosnien-Herzegowina dabei sein werden, von ihrer Arbeit berichten und mitdiskutieren. Die Moderation werde ich übernehmen.

Bitte entnehmen sie die weiteren Einzelheiten zum Termin, Ablauf, Anmeldungsmodus etc. der unten stehenden Einladung (auf “weiterlesen” klicken)

Mit herzlichen Grüßen

Sascha Götz
www.moe-kompetenz.de

***


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28.05.2010

Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa

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In dem Gespräch “Kultur und Demokratie” (April 2010) wurde von den Mitgliedern des Europäischen Kulturparlaments die Verschlechterung der Qualität des Journalismus beklagt. Was lag da näher als bei Journalist/innen aus Mittel- und Osteuropa direkt nachzufragen?

Das habe ich getan in diesem Gespräch mit Marika Kozlovska (Radio NABA, Lettland), Anna Snigur-Grabovska (Ukrainische Nationale Nachrichtenagentur “Ukrinform”, Ukraine) und Pavel Polak (Radio ČR 1, Tschechien).

medien-mittler Die drei sind Stipendiat/innen des Programms “Medien-Mittler zwischen den Völkern” der Robert Bosch Stiftung. Im Rahmen dieses Programms halten Sie sich im Moment in Berlin auf und arbeiten für unterschiedlichen deutsche Medienredaktionen. Neben der Frage der Qualität der Berichterstattung ging es auch um die politische Situation in den drei Ländern, die die Medien vor unterschiedliche Herausforderungen stellt.

Für mehr Informationen zu den Dreien einfach unten auf “weiterlesen” klicken.

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(43:01 Min.)


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24.05.2010

Im Profil: Das Deutsch-Russische Forum

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martin-hoffmann Wer steckt eigentlich hinter dem Petersburger Dialog, der als offizielles Zivilgesellschaftliches Forum häufig deutsch-russische Regierungsverhandlungen begleitet?

Es ist das Deutsch-Russische Forum e.V. Ich habe mit Martin Hoffmann, dem langjährigen Geschäftsführer des Vereins, gesprochen und ihn gefragt, was seine Organisation von vielen anderen Vereinen und Initiativen unterscheidet, die sich im deutsch-russischen Austausch engagieren. Unter anderem hat er mir auch verraten, was sein Lieblingsprojekt des Forums in diesem Jahr ist…

Hoffnungsvoll zeigte sich Martin Hoffmann angesichts der jüngsten russisch-polnischen Annäherung, die sich auch auf die europäisch-russischen Beziehungen sehr positiv auswirken könne.

logodrf
Mehr Informationen zum Deutsch-Russischen Forum und zum Petersberger Dialog gibt es natürlich auch auf der Website des Froums http://www.deutsch-russisches-forum.de.

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(13:05 Min.)

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16.05.2010

Im Profil: Nationen als Hörbuch vom Silberfuchs

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antje_hinz Wie bannt man eine ganze Nation, ihre Kultur und ihre Geschichte auf ein 80-minütiges Hörbuch? Dieser Aufgabe hat sich der Silberfuchs-Verlag gestellt und in den letzten Jahren Audio-CDs zu verschiedenen Ländern, unter anderem zu Russland, Polen und Ungarn produziert.

Ich habe mit Antje Hinz gesprochen, einer der beiden Geschäftsführerinnen des Verlages, die zugleich auch die Autorin des Russland-Hörbuches ist. Wie geht man bei so einer Produktion vor? Nach welchen Kriterien werden die Texte, Kunstwerke und Epochen ausgewählt, die auf der CD vorgestellt werden?

cover_russ_cd_aussen Nicht nur darauf erhielt ich eine Antwort, sondern auch auf die Frage, wie die Slawistin Antje Hinz das heutige Verhältnis zwischen den russischen Intellektuellen und ihrem Staat sieht – und bekam eine sehr besorgte Antwort…

Mehr Informationen zu den Hörbüchern gibt es natürlich auch auf der Website des Verlages www.silberfuchs-verlag.de.

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(18:45 Min.)

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03.05.2010

Pressemitteilung

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Ein anderer Blick auf Osteuropa – Ein alternatives Gesprächsportal für aktuelle Debatten

Das Online-Portal www.moe-kompetenz.de – Gespräche über Mittel- und Osteuropa (MOE) bietet seit knapp einem Jahr ein alternatives Bild vom „Osten“. Die bislang 28 Gespräche mit 56 Expert/innen aus 20 Ländern werden als Telefonkonferenzen aufgezeichnet und als mp3 zum Download zur Verfügung gestellt. Kostenlos. Über 7.000 Nutzer haben im letzten Monat diesen Service besucht – und die Tendenz ist weiter steigend.

Gute Nachrichten aus Mittel- und Osteuropa (MOE) sind rar. Nur noch wenige Zeitungen leisten sich eigene Korrespondenten in Russland oder Polen – oder gar auf dem Balkan.

So bleibt eine Lücke, die nun durch Gespräche über Ländergrenzen hinweg gefüllt werden soll. Expert/innen aus unterschiedlichsten Ländern werden per Telefon zusammengeschaltet und diskutieren aktuelle Themen: Die Situation der Roma, Geschichtspolitik, die ethnischen Spannungen in Bosnien-Herzegovina oder Rechtsradikalismus in Russland, Ungarn und der Ukraine. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bereich der Demokratie und des Parlamentarismus. Außerdem werden besonders aktive Netzwerke und Institutionen des Austausches mit MOE „Im Profil“ vorgestellt.

- Berichten Sie über die bislang 28 Gespräche auf moe-kompetenz.de
- Vertiefen Sie die Themen der Debatten durch eigene Berichte
- Nutzen Sie das Netzwerk der bislang 56 beteiligten Expert/innen

Sascha Götz Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Mehr Informationen natürlich auch auf dieser Seite:

http://www.moe-kompetenz.de/ueber_diese_seite/

Pressemitteilung

Ein anderer Blick auf Osteuropa – Ein alternatives Gesprächsportal für aktuelle Debatten

Das Online-Portal www.moe-kompetenz.de – Gespräche über Mittel- und Osteuropa (MOE) bietet seit knapp einem Jahr ein alternatives Bild von „Osten“. Die bislang 28 Gespräche mit 56 Expert/innen aus 20 Ländern werden als Telefonkonferenzen aufgezeichnet und als mp3 zum Download zur Verfügung gestellt. Kostenlos. Über 7.000 Nutzer haben im letzten Monat diesen Service besucht – und die Tendenz ist weiter steigend.

Gute Nachrichten aus Mittel- und Osteuropa (MOE) sind rar. Nur noch wenige Zeitungen leisten sich eigene Korrespondenten in Russland oder Polen – oder gar auf dem Balkan. Und in den Boulevard- und Unterhaltungsmedien feiern alte Klischees fröhliche Urständ: Selbst in Qualitätskrimis wie dem ARD-„Tatort“ ist ein Russe oder Ukrainer immer unrasiert, trägt eine Lederjacke und bedroht unbescholtene Deutsche mit unglaublicher Brutalität.

Natürlich geht es auch anders: Zumindest aus den neuen EU-Mitgliedsländern in MOE wird seit einiger Zeit öfter berichtet und dank engagierter Freelancer oder Initiativen wie n-ost (Berlin) oder maiak (Zürich) gibt es aus ganze MOE immer wieder auch hochwertige, differenzierte Geschichten zu lesen.

Trotzdem bleibt eine Lücke, die nun durch Gespräche über Ländergrenzen hinweg gefüllt werden soll. Expert/innen aus unterschiedlichsten Ländern werden per Telefon zusammengeschaltet und diskutieren aktuelle Themen: Die Situation der Roma, Geschichtspolitik, die ethnischen Spannungen in Bosnien-Herzegovina oder Rechtsradikalismus in Russland, Ungarn und der Ukraine. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bereich der Demokratie und des Parlamentarismus. Außerdem werden besonders aktive Netzwerke und Institutionen des Austausches mit MOE „Im Profil“ vorgestellt.

- Berichten Sie über die bislang 28 Gespräche auf moe-kompetenz.de

- Vertiefen sie die Themen der Debatten durch eigene Berichte

- Nutzen Sie das Netzwerk der bislang 56 beteiligten Expert/innen

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Mehr Informationen natürlich auch auf

http://www.moe-kompetenz.de/ueber_diese_seite/

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