Im Profil: Die Goethe-Guerilla in Belgrad
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Am Goethe-Institut Belgrad entstand 2010 eine völlig neue Form der kreativen Zusammenarbeit – Die Goethe-Guerilla.
Goethe-Guerillas sind Gruppen von junge Menschen, die aus Bosnien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und dem Kosovo stammen.
Durch ihre Aktionen fordern sie die Gesellschaft heraus. Sie stellen Fragen, die jeden Bewohner großer Städte betreffen und erweitern so die Perspektive aller. Oft besteht dabei ein Bezug zum öffentlichen Raum.
Nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajevo fand im Dezember 2011 das zweite Regionaltreffen der Guerilla statt. Über 40 Teilnehmer tauschten sich über bisherige Projekte aus, entwickelten neue Ideen und planten gemeinsame Aktionen für die Zukunft.
Im Gespräch mit den Guerillas Tina Oparnica und Labinot Pllana, sowie Zorica Milisavljevic vom Goethe-Institut in Belgrad stellt Johannes Rüger Fragen zu Hintergründen und Geschichte der Guerilla.
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(17:40 Min.)
Im Profil: Die Wahlen in Russland
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Russland hat gewählt und die Kreml-Partei “Einiges Russland” hat große Verluste eingefahren. Internationale Beobachter, oppositionelle Politiker und viele Blogger bezweifeln aber auch das Ergebnis von jetzt knapp 50 Prozent der Stimmen, denn es wurden viele Manipulationen beobachtet. Die Stimmung im Land ist also tatsächlich umgeschlagen. Wie ist das Ergebnis zu bewerten? Wie funktioniert der organisierte Wahlbetrug? Wie laufen die Abstimmung in ländlichen Regionen ab? Welche Rolle spielt das Internet? Und was bedeutet das für die kommenden Präsidentschaftswahlen?
Auf diese Fragen antwortet Igor Konovalov, freier Journalist und Blogger aus Ufa, der Hauptstadt der Republik Baschkortostan, 1400 Kilomenter östlich von Moskau.
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(15:16 Min.)
Im Profil: Umweltjournalismus in Russland
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In Russland wird der Müll nicht getrennt, Batterien werden achtlos weggeworfen und über schädliche Abgase machen sich die Wenigsten Gedanken. Dennoch gewinnt das Thema Umwelt immer mehr an Bedeutung. Das weiß auch Angelina Davydova. Die 33-Jährige lebt in St. Petersburg, arbeitet für unterschiedliche russische Medien und leitet immer wieder Umweltprojekte, unter anderem für den Deutsch-Russischen Austausch (DRA). So hat sie 2008 beispielsweise das „Moving Baltic Sea Festival“ in St. Petersburg geleitet, das junge Umwelt- und Kulturinitiativen im ganzen Ostseeraum zusammenbringt (www.movingbalticsea.org). Im Gespräch mit Pauline Tillmann erzählt sie wie sie zu dazu gekommen ist über Umweltthemen zu berichten, wie die Russen mit diesen Themen umgehen und was sie von der anstehenden UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban hält.
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(08:26 Min.)
Im Profil: Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Belgrad
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist eine deutsche politische Stiftung, die (ähnlich wie die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Heinrich-Böll-Stiftung) Büros in vielen Ländern unterhält. Die KAS steht der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahe und unterstützt auch in Serbien vor allem politische Parteien im Spektrum Mitte-Rechts. Außerdem führt sie Projekte zur Stärkung der Medien und der Zivilgesellschaft durch.
Johannes Rüger hat Henri Bohnet, den Leiter der Auslandsbüros Serbien und Montenegro gefragt, wie sich die Arbeit der Stiftung in den letzten Jahren entwickelte und welchen Einfluss die aktuelle politische Lage, zum Beispiel der Konflikt mit dem Kosovo oder der serbische Wunsch nach einem baldigen EU-Beitritt auf die tägliche Arbeit der Stiftung hat. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Belgrader KAS-Büros unter http://www.kas.de/serbien/.
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(13:41 Min.)
Im Profil: Goethe-Institut Belgrad / Goethe-Guerilla
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Weltweit sind die Goethe-Institute die wichtigsten deutschen Einrichtungen der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik.
In 92 Ländern vermitteln sie nicht nur deutsche Sprache, sondern fördern auch den kulturellen Austausch. Das Institut in der serbischen Hauptstadt Belgrad leistet diese Arbeit bereits seit über 40 Jahren und hat, unter Leitung der ehemaligen Direktorin Jutta Gehring, ein bisher einmaliges Projekt entwickelt – Die Goethe-Guerilla.
Bereits in zweiter Generation finden hier junge Leute zusammen, die unterschiedlichste kreativen Ideen selbstständig umsetzen. Dabei spielen Fragen nach dem öffentlichen Raum ebenso eine Rolle wie solche nach der Vergangenheit.
Zur Guerilla und weiteren Projekten, sowie der Zusammenarbeit mit den anderen Goethe-Instituten auf dem Westbalkan, gibt Dr. Matthias Müller-Wieferig, seit kurzem Direktor in Belgrad, im Interview mit Johannes Rüger Auskunft.
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(23:39 Min.)
Im Profil: Ein Hörbild von Belarus
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Belarus ist berüchtigt wegen der Unterdrückung der Opposition durch das Regime von Präsident Lukaschenka, wegen zweifelhafter Wahlen und der drastischen Einschränkung der Pressefreiheit. “Die letzte Diktatur Europas” ist deshalb auch eine nicht unzutreffende Assoziation, wenn die Sprache auf dieses Land kommt.
Die Schweizer Slawistin Nicole Mathys hat sich dem Land und vor allem den Menschen in Belarus anders genähert. Seit zehn Jahren reist sie immer wieder dorthin und veranstaltet seit letztem Jahr auch Bildungsreisen in ein Dorf im Süden des Landes. Auf dem Programm stehen Geschichte, Landwirtschaft, Wirtschaft und Alltag des Landes. Abseits der Hauptstadt und abseits der offiziellen Selbstdarstellung.
Nun hat sie aus zahlreichen Aufnahmen ein “Hörbild” des Landes erstellt. Verschiedenste Töne aus dem Alltag, Konzerten, aus Ansprachen, Verkehr und Kultur ergeben ein dichtes atmosphärisches Abbild des Landes.
Hier ein kurzes Gespräch mit der Autorin Nicole Mathys:
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(04:15 Min.)
Und hier das “Hörbild” selbst in hoher und in niedrigerer Qualität zum Anhören oder zum Download:
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(19:14 Min.)
Nicole Mathys lebt in Bern (Schweiz). Sie ist Slawistin, (Studium in Fribourg und Omsk), arbeitet im Flüchtlings- und Migrationsbereich, organisiert Kulturreisen nach Belarus und war zuvor für Service Civil International in Belarus in Sozialprojekten tätig. Sie betreibt eine eigene Webseite (www.belarusentdecken.ch) mit Informationen zu den Belarus Kulturreisen.
Auf den Fotos sind Häuser im Dorf Koshevichi im Süden von Belarus und Sängerinnen des örtlichen Chors von Koshevichi zu sehen.
Im Profil: Zeitgenössische Kunst in Moskau
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Vom 23. bis 30. September findet die 4. Moskauer Biennale für zeitgenössische Kunst statt und damit das wichtigste Moskauer Kunstereignis im Herbst. Neben der deutschen Filmemacherin Rebecca Horn sind auch der Leipziger Künstler Neo Rauch und der Chinese Ai Weiwei beim Biennale-Programm vertreten.
In diesem Jahr ist der Kurator ein Österreicher: der 67-jährige Peter Weibel vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Im Interview mit Pauline Tillmann erklärt er unter anderem was ihn am Kuratorenjob in Moskau reizt, wie es um die zeitgenössische Kunstszene in Russland bestellt ist und inwiefern Kunst politisch sein kann beziehungsweise sein muss.
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(06:41 Min.)
Im Profil: Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD)
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Die Welt wird nicht ruhiger. Bewaffnete Konflikte wie in Afghanistan, und aktuell in der arabischen Welt, gehören zum Nachrichtenalltag. Auch auf dem Balkan kam es in den 1990er Jahre zu Bürgerkrieg und Vertreibung. Viele der Spannungen bestehen bis heute und gefährden den Frieden in der Region. Der Grenzstreit zwischen Serbien und dem Kosovo hat dies erst kürzlich wieder ins Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit gerückt.
Das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) setzt sich seit Jahren für eine gewaltfreie Lösung dieser Konflikte ein. In vier Ländern des ehemaligen Jugoslawiens arbeiten Fachkräfte an einer Aussöhnung zwischen den verfeindeten Bevölkerungsgruppen.
Christian Pfeifer, Regionalkoordinator für den West-Balkan, erläutert im Gespräch mit Johannes Rüger die Arbeit des forumZFD und gibt Einschätzungen zur politischen Lage in Serbien.
Alle Informationen zum forumZFD finden sie hier. Über die Regionalkoordination Westbalkan selbst können Sie sich hier informieren.
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(13:42 Min.)
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