Das Beste aus dem ersten Jahr
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nach über einem Jahr der “Gespräche zu Mittel- und Osteuropa” lohnt sich der Blick zurück und eine Auswahl der interessantesten Gespräche. Ausgewählt habe ich die mit den meisten Kommentaren und den strittigsten Thesen.
Das ist natürlich eine ganz persönliche, subjektive Auswahl:
Der “gefrorene Konflikt” um Karabach
Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa
Die Roma als Verlierer des freien Europa
Rechtsradikalismus in Russland, der Ukraine und Ungarn
Geschichtsprojekte und Geschichtspolitik in MOE
Pillar of shame – Schande über die UNO?
Was ist Ihr/Euer Favorit? Welche Themen fehlen bislang in der Liste? Kommentare und Vorschläge sind – wie immer – sehr willkommen!
Herzlich
Sascha Götz
Bericht zum Workshop: Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina
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Am 09.07. hat die Friedrich Ebert Stiftung – wie hier schon angekündigt – gemeinsam mit “MOE-Kompetenz.de – Gespräch über MOE” einen Workshop zum Thema
Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina
in Berlin durchgeführt.
Mit dabei waren die drei Ombudsleute Bosnien-Herzegowinas, Frau Nives Jukić, Herr Ljubomir Sandić und Frau Jasminka Džumhur (von rechts nach links hier im Bild beim Workshop). Die Arbeit der Ombudsleute stand denn auch im Mittelpunkt des Programms, das hier in der Einladung nachgelesen werden kann.
Zur Dokumentation des Workshops veröffentlichen wir hier die Mitschnitte der beiden Teile der Veranstaltung. Zu hören sind die Beiträge in der jeweiligen Originalsprache, d.h. in Deutsch, bzw. in Bosnisch/Serbisch/Kroatisch.
Teil 1: Zu Beginn begrüßt Stefan Dehnert im Namen der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Moderation hatte Sascha Götz. Im ersten Teil berichteten Frau Džumhur zu den Menschenrechten und Frau Jukić zum Thema Rückkehrrecht. An die jeweiligen Beiträge schloss sich eine lebhafte Diskussion an.
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(01:13 h )
Teil 2: Den zweiten Teil eröffnete Frau Dr. Andrea Despot mit einem Überblick über das Verhältnis der “konstitutiven” ethnischen Gruppen und die Verfassungswirklichkeit in Bosnien-Herzegowina. Es entspann sich eine intensive Diskussion zu ihren Thesen. Zum Schluss berichtete Herr Sandić über die Minderheitenfrage in BIH (es gibt dort 17 anerkannte Minderheiten – in Deutschland sind übrigens nur zwei Minderheiten offiziell anerkannt: Die Sorben und die Dänen in Südschleswig…).
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(01:28 h)
Pillar of shame – Schande über die UNO?
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Völkermord oder Krieg? Diese Frage stellte sich im Juli 1995 in der unter dem Schutz der Vereinten Nationen stehenden Enklave Srebrenica. Der französische UN-General entschied sich gegen den Einsatz von Kampfflugzeugen – und lieferte über 8.000 männliche Muslime zwischen 12 und 80 Jahren der Ermordung durch die Armee der Republika Srpska unter Führung von Ratko Mladić aus.
Im Gespräch mit Philipp Rust vom “Zentrum für politische Schönheit” habe ich diese schwierige moralische Frage andiskutiert – und nachgefragt, wie das “Zentrum” gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker durch das Projekt “Pillar of shame” ein Zeichen gegen Völkermord setzen möchte.
Was meinen Sie? Was meinen Menschen im Kosovo, in Bosnien oder in Serbien dazu? Was meinen die Teilnehmer aller Seiten an den Kriegen in Ex-Jugoslawien heute dazu? Bitte kommentieren Sie das Gespräch (einfach hier unten auf “Kommentare” klicken und Ihre Meinung in das Feld schreiben – ohne Anmeldung).
Spenden können Sie für das Projekt auch und zwar hier.
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(10:35 Min.)
Philipp Ruch, 29, Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit und deutscher Menschenrechtler, geb. in Dresden, studierte von 2003–2009 bei Prof. Herfried Münkler und Prof. Volker Gerhardt politische Theorie und Philosophie, daneben Geschichte, Kulturwissenschaft und Germanistik. Er arbeitete im Forschungsbereich Geschichte der Gefühle am Max-Planck-Institut, wurde von der Zeit unter die „100 Studenten, von denen wir noch hören werden“ gewählt und ist Stipendiat des Bildakt-Forschungskollegs (Prof. John M. Krois und Prof. Horst Bredekamp).
Mehr Informationen über das Zentrum für politische Schönheit erhalten Sie unter http://www.politicalbeauty.de.
Workshop: Die gesellschaftliche Entwicklung in Bosnien und Herzegowina
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Liebe Leser/innen und Hörer/innen,
zum unten stehenden Workshop der Friedrich Ebert Stiftung in Zusammenarbeit mit www.moe-kompetenz.de – Gespräche über Mittel- und Osteuropa lade ich Sie/Euch ganz herzlich ein.
Spannend ist die Veranstaltung auch deshalb, weil die drei Ombudsleute aus Bosnien-Herzegowina dabei sein werden, von ihrer Arbeit berichten und mitdiskutieren. Die Moderation werde ich übernehmen.
Bitte entnehmen sie die weiteren Einzelheiten zum Termin, Ablauf, Anmeldungsmodus etc. der unten stehenden Einladung (auf “weiterlesen” klicken)
Mit herzlichen Grüßen
Sascha Götz
www.moe-kompetenz.de
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MitOst-Podium: Pulverfass Bosnien?
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Bosnien-Herzegovina ist ein komplizierter Staat. Das zeigt schon die Tatsache, dass die Verfassung als Anhang zu einem Friedensvertrag festgeschrieben wurde – dem Vertrag von Dayton. Bis heute leben die drei größten Volksgruppen – Bosniaken (bosnische Muslime), Serben und Kroaten eher nebeneinander als miteinander in dem kleinen Land, das noch immer von den grausamen Kriegen Anfang der 90er Jahre traumatisiert ist.
Womit aber identifizieren sich die Menschen in Bosnien? Was wünschen Sie sich? Und was sind die wesentlichen Hindernisse für eine Verständigung? Darüber habe ich mit einem Serben, einem Kroaten und einem Bosniaken gesprochen. Die drei sind nicht nur durch die ethnische Zugehörigkeit, sondern auch durch Alter und Berufe sehr unterschiedlich: Stevan Tontić (geb. 1946, Serbe) ist Schriftsteller, Erdin Kadunic (geb. 1974, Bosniake) ist Politikwissenschaftler und Ilija Corić (geb. 1983, Kroate) ist Betriebswirtschaftler. Und doch finden die drei viele Gemeinsamkeiten im Gespräch…
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(40:30 Min.)
Weitere Informationen zu den Gesprächteilnehmern (einen eigenen Kommentar können Sie ganz unten einzufügen):
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