Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

03.01.2014

Im Profil: Helsinki Citizens’ Assembly

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armine-sadikyan Das Helsinki Citizens’ Assembly ist eine europäische Menschenrechtsorganisation. Nach eigenen Angaben hat sie sich den Themen „Frieden, Demokratie und Menschenrechten“ verschrieben. In Vanadzor, der drittgrößten Stadt Armeniens, gibt es einen Ableger der NGO. Das ist durchaus ungewöhnlich, weil die meisten Organisationen ihren Sitz in der Hauptstadt Jerewan haben.

Im Interview mit Pauline Tillmann erklärt Projektkoordinatorin Armine Sadikyan was das Helsinki Citizens’s Assembly genau macht, warum es aus ihrer Sicht in Armenien Probleme beim Thema Menschenrechte gibt und wie es um die Pressefreiheit bestellt ist. Außerdem geht sie auf eine Besonderheit von Armenien ein, die darin besteht, dass nur drei Millionen Menschen im Land selber leben – aber acht Millionen außerhalb. Das Interview wurde in englischer Sprache geführt.

Mehr Informationen über das Helsinki Citizens’ Assembly in Vanadzor: http://hcav.am/en.

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(06:57 Min.)

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16.03.2013

Im Profil: Zoran Djindjic

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zoran_djindjic Am 12. März 2003 wurde Zoran Djindjic, der erste demokratisch gewählte Premierminister Serbiens, im Hof des Regierungssitzes von den Kugeln eines Scharfschützen tödlich getroffen. In den Wochen nach dem Attentat herrschte in Serbien Ausnahmezustand, unzählige Personen wurden verhaftet und angeklagt. Heute, 10 Jahre nach dem Attentat, sind die Täter zwar zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, die Hintergründe des Verbrechens jedoch nach wie vor ungeklärt.

Das politische Erbe Djindjics treten heute vor allem jene Politiker an, die dem nationalkonservativen Spektrum zugehören. Einige von ihnen waren während der 90er Jahre Mitstreiter des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevics, des direkten politischen Gegners Zoran Djindjics und der von ihm geführten Demokratischen Partei.

Im Kollegengespräch mit Sascha Götz gibt Johannes Rüger Einschätzungen zur gegenwärtigen Lage in Serbien und zur Bedeutung der Politk Zoran Djindjics, 10 Jahre nach dessen Ermordung.

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(13:14 Min.)

Hier noch einige weiterführende Links:

DW Artikel vom 11.3.13:

http://www.dw.de/posthumer-sieg-f%C3%BCr-djindjic/a-16663909

DLF Hintergrund vom 11.3.13:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/2036959/

Interview mit Djindjic auf Deutsch:

http://www.youtube.com/watch?v=fuypcCvtcW4

 

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05.02.2012

Im Profil: Das Programm “Joint Civic Education”

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jce-logo Wie unterstützt man Bürgerschaftliche Bildung in Ländern wie Armenien, Aserbaidschan oder Georgien? Im Programm “Joint Civic Education” lautet die Antwort seit zwei Jahren: Durch die Förderung von Kompetenzen und die Vernetzung von Menschen, die in Nichtregierungsorganisationen (NRO) arbeiten. Junge NRO-Mitarbeiter/innen aus den drei Ländern mit Erfahrung im Projektmanagement bewerben sich für dieses Programm, das aus Seminaren und Hospitationen bei Partnerorganisationen besteht. Wer dahinter steht, wie das Programm genau funktioniert und warum jetzt auch die Türkei und Südrussland mit zur Zielregion des Programms gehören, das verrät die Programmkoordinatorin Monika Nikzentaitis-Stobbe im Gespräch mit Sascha Götz.

monika_nikzentaitis-stobbe Monika Nikzentaitis arbeitet seit 2001 als freie Trainerin, Projektmanagerin und Programmkoordinatorin in den Bereichen internationales Projektmanagement, politische Bildung, Organisationsberatung und interkulturelle Kommunikation. Sie lebt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Vilnius/Litauen.

Weitere Informationen und die Ausschreibung zum Programm findet man auf der Webseite

http://www.joint-civic-education.net/

Die Robert Bosch Stiftung, die das Programm finanziert, wurde bereits vor einiger Zeit in einem eigenen Gespräch “Im Profil” präsentiert.

Hier das Gespräch – wie immer entweder zum Download oder gleich zum Anhören per Flash-Player:

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24.01.2012

Podium: Ungarn – auf dem Weg in eine “völkische Diktatur”?

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budapest_commons-wikimedia-org_ Die Situation in Ungarn ist Gegenstand zahlreicher Kommentare in vielen Medien Europas. In der letzten Woche ist Premier Viktor Orban nach Straßburg zum Europäischen Parlament gereist und hat seine Position verteidigt. Zuvor hatte ihm die Europäische Kommission gleich in mehreren Fällen Vertragsverletzungsverfahren angedroht, wenn wichtige von der mit Zweidrittelmehrheit herrschenden Regierungspartei Fidesz durchgesetzte Neuregelungen nicht zurückgenommen oder verändert werden.

ungarn_karte_commons-wikimedia-org_ Zur Jahreswende hat auch eine Gruppe von ungarischen Intellektuellen zu Wort gemeldet, die zu den Dissidenten der ungarischen Demokratiebewegung der 70er Jahre gehörten. Sie sehen Ungarn auf dem Weg in eine Diktatur, wenn nicht bald etwas passiert. Den offenen Brief, den unter anderem die Schriftsteller György Dalos und György Konrád, der Philosoph Sándor Radnóti und der ehemalige Medienbeauftragte der OSZE Miklós Haraszti unterschrieben haben findet man hier.

Was steckt hinter dieser Diskussion? In wie weit hat sich die Situation in Ungarn wirklich verändert – die politische Kultur, die rechtliche Situation und nicht zuletzt auch die Lage der Wirtschaft?

dalos_marsovszky_lang Dazu hat Sascha Götz den Mitautor des offenen Briefes György Dalos, die Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky und den Wissenschaftler Kai-Olaf Lang befragt (das (C) des Fotos von György Dalos (links) commons-Wikimedia).

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05.12.2011

Im Profil: Die Wahlen in Russland

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Russland hat gewählt und die Kreml-Partei “Einiges Russland” hat große Verluste eingefahren. Internationale Beobachter, oppositionelle Politiker und viele Blogger bezweifeln aber auch das Ergebnis von jetzt knapp 50 Prozent der Stimmen, denn es wurden viele Manipulationen beobachtet. Die Stimmung im Land ist also tatsächlich umgeschlagen. Wie ist das Ergebnis zu bewerten? Wie funktioniert der organisierte Wahlbetrug? Wie laufen die Abstimmung in ländlichen Regionen ab? Welche Rolle spielt das Internet? Und was bedeutet das für die kommenden Präsidentschaftswahlen?

igor_konovalov Auf diese Fragen antwortet Igor Konovalov, freier Journalist und Blogger aus Ufa, der Hauptstadt der Republik Baschkortostan, 1400 Kilomenter östlich von Moskau.

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09.09.2010

Das Beste aus dem ersten Jahr

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Sascha Götz Liebe Freunde,

nach über einem Jahr der “Gespräche zu Mittel- und Osteuropa” lohnt sich der Blick zurück und eine Auswahl der interessantesten Gespräche. Ausgewählt habe ich die mit den meisten Kommentaren und den strittigsten Thesen.

Das ist natürlich eine ganz persönliche, subjektive Auswahl:

Der “gefrorene Konflikt” um Karabach

Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa

Die Roma als Verlierer des freien Europa

Pulverfass Bosnien?

Rechtsradikalismus in Russland, der Ukraine und Ungarn

Geschichtsprojekte und Geschichtspolitik in MOE

Pillar of shame – Schande über die UNO?

Was ist Ihr/Euer Favorit? Welche Themen fehlen bislang in der Liste? Kommentare und Vorschläge sind – wie immer – sehr willkommen!

Herzlich

Sascha Götz

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23.06.2010

Tschechien: Frischer Wind mit neuen Parteien?

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Das tschechische Parteiensystem wurde bei den Parlamentswahlen am 29. und 30. Mai 2010 gründlich durcheinandergeschüttelt. Parteien wie die traditionsreichen Christdemokraten oder die Grünen schafften den Einzug in das Parlament nicht und sowohl die bislang führende ODS als auch die als chancenreich eingeschätzten Sozialdemokraten (ČSSD) verloren dramatisch.

jan_prasil Ich habe diesmal einen “parteiischen” Beobachter um seine Einschätzung gefragt. Jan Prášil ist tschechischer Sozialdemokrat. Er studierte in Prag und in München Politikwissenschaft, Philosophie und Linguistik und arbeitet derzeit in Brüssel als Berater der tschechischen S&D Delegation (so heißt seit den letzten Europawahlen die Fraktion der europäischen Sozialdemokratie) im Europäischen Parlament.

Wie sortiert sich das tschechische Parteiensystem neu nach den Parlamentswahlen? Wie “neu” sind die neuen Parteien wirklich? Gibt es jetzt mehr “direkte Demokratie” wie von einer der neuen Parteien angekündigt? Auf diese und weitere Fragen antwortet Jan Prášil.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare zum Thema – einfach hier unten eintragen!

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28.05.2010

Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa

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In dem Gespräch “Kultur und Demokratie” (April 2010) wurde von den Mitgliedern des Europäischen Kulturparlaments die Verschlechterung der Qualität des Journalismus beklagt. Was lag da näher als bei Journalist/innen aus Mittel- und Osteuropa direkt nachzufragen?

Das habe ich getan in diesem Gespräch mit M.K. (eine Radiojournalistin aus Lettland – sie wollte ihren Namen nicht dauerhaft im Internet veröffentlicht haben), Anna Snigur-Grabovska (Ukrainische Nationale Nachrichtenagentur “Ukrinform”, Ukraine) und Pavel Polak (Radio ČR 1, Tschechien).

medien-mittler Die drei sind Stipendiat/innen des Programms “Medien-Mittler zwischen den Völkern” der Robert Bosch Stiftung. Im Rahmen dieses Programms halten Sie sich im Moment in Berlin auf und arbeiten für unterschiedlichen deutsche Medienredaktionen. Neben der Frage der Qualität der Berichterstattung ging es auch um die politische Situation in den drei Ländern, die die Medien vor unterschiedliche Herausforderungen stellt.

Für mehr Informationen zu den Dreien einfach unten auf “weiterlesen” klicken.

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