Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

19.09.2013

Im Profil – Der Fall Tomislav Kežarovski

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tomislav-kezarovski Seit nunmehr beinahe 90 Tagen ist der mazedonische Journalist Tomislav Kežarovski in Haft.
Kežarovski, Reporter der Tageszeitung Nova Makedonija und Spezialist für Themen wie Korruption und organisiertes Verbrechen, wird vorgeworfen die Identität eines geschützten Zeugen preisgegeben zu haben. Der Fall sorgt nicht nur in Mazedonien für Aufregung. Mehrere Journalistenorganisationen, darunter auch n-ost und Reporter ohne Grenzen, fordern die sofortige Freilassung Kežarovskis.

tamina-kutscher Tamina Kutscher, Redakteurin bei n-ost und Leiterin der Kampagne zur Freilassung von Kežarovski, stellt im Gespräch mit Johannes Rüger die Details des Falles dar und gibt Einschätzungen zum Stand der Pressefreiheit in Mazedonien. Ergänzend empfehlen wir Ihnen den Frühjahrsbericht der EU-Kommission zu Mazedonien, mit einem Abschnitt zum Thema Pressefreiheit.

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16.03.2013

Im Profil: Zoran Djindjic

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zoran_djindjic Am 12. März 2003 wurde Zoran Djindjic, der erste demokratisch gewählte Premierminister Serbiens, im Hof des Regierungssitzes von den Kugeln eines Scharfschützen tödlich getroffen. In den Wochen nach dem Attentat herrschte in Serbien Ausnahmezustand, unzählige Personen wurden verhaftet und angeklagt. Heute, 10 Jahre nach dem Attentat, sind die Täter zwar zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, die Hintergründe des Verbrechens jedoch nach wie vor ungeklärt.

Das politische Erbe Djindjics treten heute vor allem jene Politiker an, die dem nationalkonservativen Spektrum zugehören. Einige von ihnen waren während der 90er Jahre Mitstreiter des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevics, des direkten politischen Gegners Zoran Djindjics und der von ihm geführten Demokratischen Partei.

Im Kollegengespräch mit Sascha Götz gibt Johannes Rüger Einschätzungen zur gegenwärtigen Lage in Serbien und zur Bedeutung der Politk Zoran Djindjics, 10 Jahre nach dessen Ermordung.

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(13:14 Min.)

Hier noch einige weiterführende Links:

DW Artikel vom 11.3.13:

http://www.dw.de/posthumer-sieg-f%C3%BCr-djindjic/a-16663909

DLF Hintergrund vom 11.3.13:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/2036959/

Interview mit Djindjic auf Deutsch:

http://www.youtube.com/watch?v=fuypcCvtcW4

 

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23.05.2012

Im Profil: EU-Russland-Dialog

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thomas_schneider Der gelernte Kaufmann Thomas Schneider studierte an der Technischen Universität Chemnitz und der Business School Southampton Institute in Großbritannien. Er ist langjähriges Mitglied der Jungen Union und seit einem Jahr Leiter des estnischen Landesbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Tallinn. Außerdem leitet er den “EU-Russland-Dialog”, einen regelmäßigen Austausch zwischen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus unterschiedlichen europäischen Staaten. Der nächste Dialog findet Anfang Juni im italienischen Cadenabbia in der Nähe von Lugano statt.

Im Interview mit Pauline Tillmann spricht er darüber wie sich die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Russland in den vergangenen Jahren entwickelt hat, welche Rolle die russischen Gaslieferungen spielen und auch darüber welche Herausforderungen für die Beziehung zwischen der EU und Russland bestehen.

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21.05.2012

Im Profil: Wahlen in Serbien

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dr-michael-ehrke Machtwechsel in Serbien – In der Stichwahl um das Amt des Staatspräsidenten hat sich der Herausforderer Tomislav Nikolic überraschend gegen den bisherigen Amtsinhaber Boris Tadic durchgesetzt.

Dr. Michael Ehrke, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Belgrad, gibt im Gespräch mit Johannes Rüger erste Einschätzungen zum Wahlergebnis und einer möglichen Neuausrichtung der Politik in Serbien.

Ein ausführliches Gespräch mit Dr. Michael Ehrke und zwei weiteren Experten wurde vor der Wahl aufgezeichnet und ist hier nachzuhören.

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11.05.2012

Im Profil: Café Babel

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tobias-sauer Tobias Sauer, Jahrgang 1983, ist in Wilhelmshaven aufgewachsen und mit Schiffen verbindet er die große weite Welt. In Trier und Bologna hat er Politikwissenschaft, Geschichte und Ethnologie studiert sowie diverse Praktika absolviert. Seit einiger Zeit engagiert er sich ehrenamtlich beim Online-Europamagazin „Café Babel“, das seinen Sitz in Paris hat und in sechs Sprachen publiziert wird. Im Interview mit Pauline Tillmann spricht er darüber, wie er dazu gekommen ist, welchen Mehrwert ihm diese Form von Bürgerjournalismus gibt und ob er sich vorstellen kann das auch noch in fünf Jahren zu machen.

Anmerkung: Themen aus Mittel- und Osteuropa kommen im Café Babel immer noch zu kurz, weil es aus dieser Region zu wenig Autoren gibt. Wer sich einbringen will, kann sich auf www.cafebabel.com informieren.

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06.05.2012

Im Profil: Gewerkschaften in Südosteuropa

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Wolf-Jürgen Röder Wie sieht die Gewerkschaftslandschaft in Südosteuropa aus? Welche Rolle spielen Arbeitnehmervertretungen bei der EU-Integration der Länder des Westbalkan? Diese und andere wichtige Fragen wurden auf der 13. Internationale Konferenz der Otto Brenner Stiftung (OBS) diskutiert, die in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) veranstaltet wurde. Unter dem Titel „Wirtschaftsentwicklung, Beschäftigung und sozialer Dialog in Mittelost- und Südosteuropa – Gemeinsame Perspektiven in der Europäischen Union?“ diskutierten Teilnehmer aus allen Ländern Südosteuropas, sowie aus Deutschland, Tschechien, Polen und der Slowakei u.a. über mögliche Wege aus der Wirtschaftskrise.

Roland Feicht Wolf-Jürgen Röder (oben) ist Geschäftsführer der OBS. Roland Feicht (rechts) ist Direktor des FES-Regionalprojektes Arbeitsbeziehungen und Sozialdialog in Südosteuropa. Im Vorfeld der Konferenz gaben die beiden im Interview mit Johannes Rüger Auskunft über ihre Einschätzung der Wirtschaftslage in Südosteuropa und ihre Erwartungen an die Konferenz.

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24.01.2012

Podium: Ungarn – auf dem Weg in eine “völkische Diktatur”?

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budapest_commons-wikimedia-org_ Die Situation in Ungarn ist Gegenstand zahlreicher Kommentare in vielen Medien Europas. In der letzten Woche ist Premier Viktor Orban nach Straßburg zum Europäischen Parlament gereist und hat seine Position verteidigt. Zuvor hatte ihm die Europäische Kommission gleich in mehreren Fällen Vertragsverletzungsverfahren angedroht, wenn wichtige von der mit Zweidrittelmehrheit herrschenden Regierungspartei Fidesz durchgesetzte Neuregelungen nicht zurückgenommen oder verändert werden.

ungarn_karte_commons-wikimedia-org_ Zur Jahreswende hat auch eine Gruppe von ungarischen Intellektuellen zu Wort gemeldet, die zu den Dissidenten der ungarischen Demokratiebewegung der 70er Jahre gehörten. Sie sehen Ungarn auf dem Weg in eine Diktatur, wenn nicht bald etwas passiert. Den offenen Brief, den unter anderem die Schriftsteller György Dalos und György Konrád, der Philosoph Sándor Radnóti und der ehemalige Medienbeauftragte der OSZE Miklós Haraszti unterschrieben haben findet man hier.

Was steckt hinter dieser Diskussion? In wie weit hat sich die Situation in Ungarn wirklich verändert – die politische Kultur, die rechtliche Situation und nicht zuletzt auch die Lage der Wirtschaft?

dalos_marsovszky_lang Dazu hat Sascha Götz den Mitautor des offenen Briefes György Dalos, die Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky und den Wissenschaftler Kai-Olaf Lang befragt (das (C) des Fotos von György Dalos (links) commons-Wikimedia).

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07.09.2011

Im Profil: Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD)

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Die Welt wird nicht ruhiger. Bewaffnete Konflikte wie in Afghanistan, und aktuell in der arabischen Welt, gehören zum Nachrichtenalltag. Auch auf dem Balkan kam es in den 1990er Jahre zu Bürgerkrieg und Vertreibung. Viele der Spannungen bestehen bis heute und gefährden den Frieden in der Region. Der Grenzstreit zwischen Serbien und dem Kosovo hat dies erst kürzlich wieder ins Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit gerückt.

Das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) setzt sich seit Jahren für eine gewaltfreie Lösung dieser Konflikte ein. In vier Ländern des ehemaligen Jugoslawiens arbeiten Fachkräfte an einer Aussöhnung zwischen den verfeindeten Bevölkerungsgruppen.

110908_christian-pfeifer-forumzfd Christian Pfeifer, Regionalkoordinator für den West-Balkan, erläutert im Gespräch mit Johannes Rüger die Arbeit des forumZFD und gibt Einschätzungen zur politischen Lage in Serbien.

Alle Informationen zum forumZFD finden sie hier. Über die Regionalkoordination Westbalkan selbst können Sie sich hier informieren.

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