Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

08.08.2013

Im Profil – SOFA

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nikolaj-nikitin Der Osten boomt! Seit dem Fall der Berliner Mauer vor über 20 Jahren übt Osteuropa eine ungebrochene Faszination auf die Menschen in Westeuropa aus. Nicht zuletzt der rasante wirtschaftliche Aufschwung macht den Osten des Kontinents zum Mekka für Geschäftsleute aller Couleur. Doch während für Waren und Personen über alle Grenzen hinweg ein reger Austausch besteht, hat es die Filmwirtschaft aus den Ländern Osteuropas bisher kaum geschafft sich Marktanteile im Westen zu sichern. Das dies so bleibt ist zum Glück unwahrscheinlich.

bg_internal Im polnischen Breslau/Wrocław kommen vom 19. bis zum 30. August dieses Jahres junge Filmenthusiasten aus Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien zusammen, um von den Koryphäen der deutschen Filmwirtschaft zu lernen, wie man große Projekte organisiert und finanziert. Sie alle sind eingeladen auf das SOFA von Nikolaj Nikitin, der im Gespräch mit Johannes Rüger nicht nur das Konzept des Workshops erklärt, sondern auch kritische Einschätzungen zum State oft he Art des osteuropäischen Kinos und seiner Strukturen gibt.

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23.08.2012

Im Profil: Filmfestival “Bok o Bok”

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gulyasultanova Das Filmfestival „Bok o Bok“ (zu Deutsch „Seite an Seite“) gibt es seit 2008. Initiiert wurde es in der westlichsten Stadt Russlands – in St. Petersburg. Das Filmfestival ist insofern besonders als dass es ein schwul-lesbisches Filmfestival ist und in Russland Homophobie stark verbreitet ist. Im Interview mit Pauline Tillmann spricht die Leiterin des Filmfestivals, Gulya Sultanova, über das Festival, aber vor allem auch über das so genannte „Anti-Homosexuellen-Gesetz“, das Ende Februar in St. Petersburg verabschiedet wurde. Das gibt zum Beispiel Polizisten das Recht Menschen zu verhaften, wenn sie ein Plakat in den Händen halten mit der Aufschrift „Homosexualität ist normal“.

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(09:30 Min.)

Mehr zum LGBT-Filmfestival in St. Petersburg unter: http://www.bok-o-bok.ru. In diesem Jahr werden 40 Filme gezeigt, darunter Dokumentarfilme genauso wie Kurz- und Experimentalfilme. Das Festival findet vom 24. Oktober bis zum 3. November statt und es werden mehr als 2.500 Besucher erwartet.

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03.05.2012

Im Profil: Donezk und die Fußball-EM 2012

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Donezk-Denkmal (c) Jakob Preuss Der 36-jährige Jakob Preuss hat 2012 mit seinem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm den renommierten Grimme-Preis gewonnen. „The Other Chelsea – a story from Donezk“ wurde bereits auf zahlreichen Festivals gezeigt, zuletzt auf dem Züricher Filmfestival. Die Begründung der Grimme-Jury lautet:

jakob-preuss „(…) Preuss macht keinen Fußballfilm, der Autor hat gar keine Bilderrechte. Also behilft er sich mit Knetmasse und Animation, mit Spielfotos und Spielfreude. Putzig wirkt das nicht, so wenig wie das übrige Arrangement der Themen und Figuren. Preuss‘ Introspektion der Oben-und-unten-Strukturen kommt leichtfüßig daher. Der Zuschauer wird informiert, und er wird unterhalten. Der souverän komponierte Film überzeugt auf seinen rhythmischen Ebenen, bei der Dramaturgie, bei der Regie, bei Schnitt und Musik. Preuss ist den Saschas und Koljas sehr nahe, doch macht er sich nicht gemein. Er agiert mit den Aufsteigern und den Abgestiegenen. Skurrilität ergibt sich unter der Hand.“

Jakob Preuss hat Jura und Europäische Studien in Köln, Paris und Warschau studiert. Seit mehr als zwölf Jahren ist er als Wahlbeobachter für die OSZE im Einsatz und kam so auch 2004 nach Donezk. Im Interview mit Pauline Tillmann spricht er darüber was ihn an der Stadt im Osten der Ukraine fasziniert, welche Bedeutung der Fußball und der Oligarch Rinat Achmetow für Donezk haben, was das größte Problem der Ukraine ist und wie es mit dem Land nach der Fußball-Europameisterschaft 2012 weitergeht.

Link zur Webseite des Films und zum Trailer: http://theotherchelsea.com/

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28.03.2012

Im Profil: Das goEast Filmfestival Wiesbaden

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goeast_visual_2012_dt_300dpi Vom 18.-24. April 2012 findet in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden das zwölfte Filmfestival goEast statt. Ursprünglich war das jährliche Festival 2001 mit dem Anspruch gestartet, den kulturellen Dialog und Austausch zwischen Regisseuren und Publikum zu initiieren. Inzwischen hat sich goEast zu einem der größten Festivals des osteuropäischen Films in Deutschland entwickelt.

gaby_babic_2012 Festivalleiterin Gaby Babic gibt im Interview mit Johannes Rüger Auskunft zum diesjährigen Programm, zu Klischees über Osteuropa und die Perspektiven des Festivals.

Alle Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite des Festivals http://www.filmfestival-goeast.de/

Übrigens: Auch das Filmfestival in Cottbus, das sich ebenfalls dem osteuropäischen Film widmet, war schon bei moe-kompetenz.de im Gespräch. Den Beitrag finden Sie hier.

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05.08.2010

Im Profil: Das MitOst-Festival

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logo_mitost Das MitOst-Festival ist längst eine Legende. Jedes Jahr ein neues Land, jedes Jahr ein neuer Ort. Und immer drei Tage und Nächte voll mit Kultur, mit Leben, mit Menschen aus über 20 Ländern. Workshops, Projektentwicklung, Feiern und Vernetzen.

In diesem Jahr findet schon das 8. MitOst-Festival statt, diesmal in Perm, mitten im Ural – zwei Flugstunden östlich von Moskau. Die meisten Teilnehmer/innen wollen aber gemeinsam mit dem Nachtzug von Moskau aus anreisen. So beginnt das Festival schon ein bisschen früher.

soja_lukjanova In Perm hält Soja Lukjanova die Fäden in der Hand. Ich habe sie gefragt, was die Teilnehmer/innen erwartet, die sich darauf einlassen. Und es ist ganz einfach: Auf der MitOst-Homepage (www.mitost.org) findet sich im Festival-Bereich eine Einladung und eine Anmeldemaske. Die Anmeldung ist noch mindestens bis 01.09. möglich.  Also: Auf nach Perm!

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04.12.2009

Im Profil: Sasha Gurkova, Film-Projektleiterin

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Sascha Gurkova hat gemeinsam mit Evgeniya Svetlakova im Rahmen eines MitOst-Projekts den Film “Drei junge Staaten, drei junge Frauen” produziert und in Russland, Estland und Armenien sowie auf dem MitOst-Festival in Danzig im Oktober 2009 vorgestellt. Dort erhielten die beiden auch den Preis der Schering-Stiftung und des MitOst e.V. nachbarschaft.moe für ihre besondere Leistung.

Der Film fasst drei faszinierende Porträts von jungen Frauen in drei Ländern zusammen. Alle drei sind Journalistinnen, selbstbewusst und gut ausgebildet. Aber Estland, die Ukraine und Armenien sind eben sehr verschiedene Länder – auch wenn alle ehemalige Sowjet-Republiken sind. Der Film kann – in drei Teildateien – hier heruntergeladen und angeschaut werden:

http://files.mail.ru/0GFSBM
http://files.mail.ru/USV8J7
http://files.mail.ru/Z3TV1R

Hier das Gespräch mit Sasha Gurkova über ihre Intentionen und die Erfahrungen mit der Vorführung des Films in verschiedenen Ländern.

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05.11.2009

Im Profil: Das Filmfestival Cottbus vom 10.-15. November 2009

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Ein Gespräch mit Roland Rust, Festivaldirektor und künstlerischer Leiter des Filmfestivals Cottbus

Roland Rust Vom 10.-15. November findet das 19. Cottbusser Filmfestival Osteuropa statt. Es ist das führende Festival des osteuropäischen Films und bietet jährlich einen repräsentativen Überblick über die aktuelle Spielfilmproduktion des gesamten osteuropäischen Raumes. In diesem Jahr werden 140 Filme aus 35 Ländern präsentiert, die sich um Preise im Gesamtwert von 76.000 Euro bewerben. Roland Rust berichtet, welche Themen, welche Länder und welche Trends das diesjährige Festival beherrschen werden. logo_filmfestival

Aktuelle Informationen zum Programm, zum Kartenvorverkauf und zu den Filmen im Wettbewerb gibt es auf der Webseite des Festivals.

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