Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

03.01.2012

Im Profil: Die Goethe-Guerilla in Belgrad

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goethe-guerilla-novi-font-lajt Am Goethe-Institut Belgrad entstand 2010 eine völlig neue Form der kreativen Zusammenarbeit – Die Goethe-Guerilla.

tina-oparnica-bg Goethe-Guerillas sind Gruppen von junge Menschen, die aus Bosnien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und dem Kosovo stammen.

Durch ihre Aktionen fordern sie die Gesellschaft heraus. Sie stellen Fragen, die jeden Bewohner großer Städte betreffen und erweitern so die Perspektive aller. Oft besteht dabei ein Bezug zum öffentlichen Raum.

labinot-pllana-ks Nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajevo fand im Dezember 2011 das zweite Regionaltreffen der Guerilla statt. Über 40 Teilnehmer tauschten sich über bisherige Projekte aus, entwickelten neue Ideen und planten gemeinsame Aktionen für die Zukunft.

Im Gespräch mit den Guerillas Tina Oparnica und Labinot Pllana, sowie Zorica Milisavljevic vom Goethe-Institut in Belgrad stellt Johannes Rüger Fragen zu Hintergründen und Geschichte der Guerilla.

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03.11.2011

Im Profil: Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Belgrad

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kas_logo Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist eine deutsche politische Stiftung, die (ähnlich wie die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Heinrich-Böll-Stiftung) Büros in vielen Ländern unterhält. Die KAS steht der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahe und unterstützt auch in Serbien vor allem politische Parteien im Spektrum Mitte-Rechts. Außerdem führt sie Projekte zur Stärkung der Medien und der Zivilgesellschaft durch.

kas-belgrad_henri-bohnet Johannes Rüger hat Henri Bohnet, den Leiter der Auslandsbüros Serbien und Montenegro gefragt, wie sich die Arbeit der Stiftung in den letzten Jahren entwickelte und welchen Einfluss die aktuelle politische Lage, zum Beispiel der Konflikt mit dem Kosovo oder der serbische Wunsch nach einem baldigen EU-Beitritt auf die tägliche Arbeit der Stiftung hat. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Belgrader KAS-Büros unter http://www.kas.de/serbien/.

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14.10.2011

Im Profil: Goethe-Institut Belgrad / Goethe-Guerilla

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Weltweit sind die Goethe-Institute die wichtigsten deutschen Einrichtungen der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik.

logo_goethe In 92 Ländern vermitteln sie nicht nur deutsche Sprache, sondern fördern auch den kulturellen Austausch. Das Institut in der serbischen Hauptstadt Belgrad leistet diese Arbeit bereits seit über 40 Jahren und hat, unter Leitung der ehemaligen Direktorin Jutta Gehring, ein bisher einmaliges Projekt entwickelt – Die Goethe-Guerilla.

Bereits in zweiter Generation finden hier junge Leute zusammen, die unterschiedlichste kreativen Ideen selbstständig umsetzen. Dabei spielen Fragen nach dem öffentlichen Raum ebenso eine Rolle wie solche nach der Vergangenheit.

gi_belgrad_dr_mueller-wiefering Zur Guerilla und weiteren Projekten, sowie der Zusammenarbeit mit den anderen Goethe-Instituten auf dem Westbalkan, gibt Dr. Matthias Müller-Wieferig, seit kurzem Direktor in Belgrad, im Interview mit Johannes Rüger Auskunft.

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07.09.2011

Im Profil: Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD)

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Die Welt wird nicht ruhiger. Bewaffnete Konflikte wie in Afghanistan, und aktuell in der arabischen Welt, gehören zum Nachrichtenalltag. Auch auf dem Balkan kam es in den 1990er Jahre zu Bürgerkrieg und Vertreibung. Viele der Spannungen bestehen bis heute und gefährden den Frieden in der Region. Der Grenzstreit zwischen Serbien und dem Kosovo hat dies erst kürzlich wieder ins Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit gerückt.

Das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) setzt sich seit Jahren für eine gewaltfreie Lösung dieser Konflikte ein. In vier Ländern des ehemaligen Jugoslawiens arbeiten Fachkräfte an einer Aussöhnung zwischen den verfeindeten Bevölkerungsgruppen.

110908_christian-pfeifer-forumzfd Christian Pfeifer, Regionalkoordinator für den West-Balkan, erläutert im Gespräch mit Johannes Rüger die Arbeit des forumZFD und gibt Einschätzungen zur politischen Lage in Serbien.

Alle Informationen zum forumZFD finden sie hier. Über die Regionalkoordination Westbalkan selbst können Sie sich hier informieren.

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09.09.2010

Das Beste aus dem ersten Jahr

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Sascha Götz Liebe Freunde,

nach über einem Jahr der “Gespräche zu Mittel- und Osteuropa” lohnt sich der Blick zurück und eine Auswahl der interessantesten Gespräche. Ausgewählt habe ich die mit den meisten Kommentaren und den strittigsten Thesen.

Das ist natürlich eine ganz persönliche, subjektive Auswahl:

Der “gefrorene Konflikt” um Karabach

Die Rolle der Medien in Mittel- und Osteuropa

Die Roma als Verlierer des freien Europa

Pulverfass Bosnien?

Rechtsradikalismus in Russland, der Ukraine und Ungarn

Geschichtsprojekte und Geschichtspolitik in MOE

Pillar of shame – Schande über die UNO?

Was ist Ihr/Euer Favorit? Welche Themen fehlen bislang in der Liste? Kommentare und Vorschläge sind – wie immer – sehr willkommen!

Herzlich

Sascha Götz

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21.03.2010

MitOst Podium: Die Roma als Verlierer des freien Europa

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Als oberflächlicher Betrachter könnten meinen, dass gerade die Roma in Mittel- und Osteuropa glücklich sein müssten über das Ende des Ost-West-Konflikts. Wurden sie doch in vielen kommunistischen Ländern zwangsassimiliert und wie schon seit dem Mittelalter gesellschaftlich weiterhin an den Rand gedrückt.

Das Gegenteil aber ist der Fall: Die Roma sind die großen Verlierer der europäischen Einigung. Vom Sozialabbau in den Reformstaaten überdurchschnittlich getroffen, sind sie überall “die ersten, die entlassen werden und die letzten, die wieder eingestellt werden” (Joachim Krauß). Außerdem werden sie immer wieder zu Opfern rassistischer Gewalt und die Ausgrenzung hat eher zu- als abgenommen…

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Für weitere Informationen zum Gespräch und den Teilnehmer/innen oder um diesen Beitrag zu kommentieren klicken Sie auf “weiterlesen”.

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27.02.2010

MitOst-Podium: Pulverfass Bosnien?

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Bosnien-Herzegovina ist ein komplizierter Staat. Das zeigt schon die Tatsache, dass die Verfassung als Anhang zu einem Friedensvertrag festgeschrieben wurde – dem Vertrag von Dayton. Bis heute leben die drei größten Volksgruppen – Bosniaken (bosnische Muslime), Serben und Kroaten eher nebeneinander als miteinander in dem kleinen Land, das noch immer von den grausamen Kriegen Anfang der 90er Jahre traumatisiert ist.

Womit aber identifizieren sich die Menschen in Bosnien? Was wünschen Sie sich? Und was sind die wesentlichen Hindernisse für eine Verständigung? Darüber habe ich mit einem Serben, einem Kroaten und einem Bosniaken gesprochen. Die drei sind nicht nur durch die ethnische Zugehörigkeit, sondern auch durch Alter und Berufe sehr unterschiedlich: Stevan Tontić (geb. 1946, Serbe) ist Schriftsteller, Erdin Kadunic (geb. 1974, Bosniake) ist Politikwissenschaftler und Ilija Corić (geb. 1983, Kroate) ist Betriebswirtschaftler. Und doch finden die drei viele Gemeinsamkeiten im Gespräch…

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(40:30 Min.)

Weitere Informationen zu den Gesprächteilnehmern (einen eigenen Kommentar können Sie ganz unten einzufügen):
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04.02.2010

Im Profil: Die ERSTE Stiftung (Wien)

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erstestiftung Die ERSTE Stiftung ist unter den zum Teil altehrwürdigen Stiftungen im deutschsprachigen Raum das “new kid on the block” und sieht den frischen Wind als Vorteil – sagt Robin Gosejohann, Mitarbeiter im Bereich “Europa”, einem der drei Programmbereiche der Stiftung. Das Arbeitsgebiet der Stiftung ist “Zentral- und Südosteuropa”, also neben Oesterreich, Tschechien und der Slowakei vor allem die Länder des westlichen Balkans, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und zum Teil auch die Ukraine.  Was tut die Stiftung aber konkret? Mit welchen Ideen kann man auf die Stiftung zugehen, wenn man nach einem starken Partner sucht? Welche Ausschreibungen gibt es aktuell? Diese und einige weitere Fragen habe ich Robin Gosejohann gestellt.

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(11:07 Min.)

Drei Projekte, bei denen derzeit Ausschreibungen laufen und man sich direkt zur Teilnahme bewerben kann, hat Robin Gosejohann im Gespräch ganz beonders hervorgehoben. Hier die Links zu den genannten Projekten:


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