Im Profil: Zoran Djindjic
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Am 12. März 2003 wurde Zoran Djindjic, der erste demokratisch gewählte Premierminister Serbiens, im Hof des Regierungssitzes von den Kugeln eines Scharfschützen tödlich getroffen. In den Wochen nach dem Attentat herrschte in Serbien Ausnahmezustand, unzählige Personen wurden verhaftet und angeklagt. Heute, 10 Jahre nach dem Attentat, sind die Täter zwar zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, die Hintergründe des Verbrechens jedoch nach wie vor ungeklärt.
Das politische Erbe Djindjics treten heute vor allem jene Politiker an, die dem nationalkonservativen Spektrum zugehören. Einige von ihnen waren während der 90er Jahre Mitstreiter des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevics, des direkten politischen Gegners Zoran Djindjics und der von ihm geführten Demokratischen Partei.
Im Kollegengespräch mit Sascha Götz gibt Johannes Rüger Einschätzungen zur gegenwärtigen Lage in Serbien und zur Bedeutung der Politk Zoran Djindjics, 10 Jahre nach dessen Ermordung.
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(13:14 Min.)
Hier noch einige weiterführende Links:
DW Artikel vom 11.3.13:
http://www.dw.de/posthumer-sieg-f%C3%BCr-djindjic/a-16663909
DLF Hintergrund vom 11.3.13:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/2036959/
Interview mit Djindjic auf Deutsch:
http://www.youtube.com/watch?v=fuypcCvtcW4
Im Profil: Fünf Jahre Unabhängigkeit des Kosovo
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Am 17. Februar 2008 rief das Kosovo, nach Jahren der internationalen Verwaltung, einseitig die Unabhängigkeit von Serbien aus. International war und ist diese jedoch stark umstritten.
Der jüngste Staat Europas ist bis heute nicht von allen Mitgliedern der EU anerkannt. Im UN-Sicherheitsrat blockieren Russland und China die Aufnahme Kosovos in die Vereinten Nationen. Auch sonst steht das kleine Land, mit etwa 10.000km2 Fläche nur halb so groß wie Hessen, vor großen Problemen. Arbeitslosigkeit, Korruption und eine schlechte Wirtschaftslage behindern die Entwicklung des Landes.
Michael Riegner ist Völkerrechtler an der Universität Giessen und Consultant der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Kosovo. Im Interview mit Johannes Rüger gibt er, anlässlich des 5. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung, einen Überblick zur Entwicklung Kosovos seit 2008 und benennt Herausforderungen, denen sich das Land stellen muss.
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(14:47 Min.)
ZEIT online: http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-02/kosovo-5-jahre-unabhaengigkeit
BIRN: http://www.balkaninsight.com/en/article/clouds-hang-over-kosovo-s-independence-party
Jahresbericht 2012 der EU Kommission zu Kosovo:
http://ec.europa.eu/enlargement/pdf/key_documents/2012/package/ks_analytical_2012_en.pdf
Im Profil: südost Europa Kultur e.V.
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Der Berliner Verein „südost Europa Kultur“ verbindet seit 1991 kulturelles Engagement und soziale Arbeit zu einem Gesamtkonzept. Die Angebote richten sich an Roma sowie Migrantinnen und Migranten aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens mit dem Ziel, Toleranz, Völkerverständigung und Integration zu fördern.
Betina Hurtić spricht im Interview mit Bosiljka Schedlich, Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Vereins, über die therapeutische und kulturelle Arbeit des Vereins mit Kriegsflüchtlingen während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien, als es galt, den Menschen neue und lebenswerte Perspektiven zu eröffnen.
Weitere Informationen zum Verein finden Sie unter www.suedost-ev.de
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(17:32 Min.)
Im Profil: Das Literaturnetzwerk TRADUKI
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Das europäische Netzwerk TRADUKI fördert die Übersetzung von Literatur aus, nach und in Südosteuropa. Initiiert vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, KulturKontakt Austria, dem Goethe-Institut und der S. Fischer Stiftung umfasst es nahezu alle Länder Südosteuropas und ermöglicht einen regen literarischen Austausch.
Betina Hurtić spricht im Interview mit Antje Contius, Geschäftsführerin der S. Fischer Stiftung und Alida Bremer, Projektleiterin von TRADUKI, über die Wirkungsweise des Netzwerkes.
Mehr über TRADUKI erfahren Sie unter www.traduki.eu
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(14:22 Min.)
Im Profil: Wahlen in Serbien
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Machtwechsel in Serbien – In der Stichwahl um das Amt des Staatspräsidenten hat sich der Herausforderer Tomislav Nikolic überraschend gegen den bisherigen Amtsinhaber Boris Tadic durchgesetzt.
Dr. Michael Ehrke, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Belgrad, gibt im Gespräch mit Johannes Rüger erste Einschätzungen zum Wahlergebnis und einer möglichen Neuausrichtung der Politik in Serbien.
Ein ausführliches Gespräch mit Dr. Michael Ehrke und zwei weiteren Experten wurde vor der Wahl aufgezeichnet und ist hier nachzuhören.
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(04:50 Min.)
Im Profil: Das Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft
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Im Rahmen des Zoran-Djindjic-Stipendienprogramms können junge Nachwuchskräfte aus den Ländern des Westlichen Balkans Praxisaufenthalte in führenden deutschen Unternehmen absolvieren. Ermöglicht wird dies durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Initiierung des Programms war eine unmittelbare Reaktion auf das Attentat an dem serbischen Premierminister Zoran Djindjic im Jahr 2003. Erfahren Sie mehr über die Ziele und Inhalte des Programms unter http://www.stipendienprogramm.org.
Alina Gumpert, Projektleiterin des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan, erläutert im Interview u.a. welche konkreten Auswirkungen das Programm für den Werdegang der jungen Stipendiaten hat.
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(10:02 Min.)
Im Profil: Die Goethe-Guerilla in Belgrad
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Am Goethe-Institut Belgrad entstand 2010 eine völlig neue Form der kreativen Zusammenarbeit – Die Goethe-Guerilla.
Goethe-Guerillas sind Gruppen von junge Menschen, die aus Bosnien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und dem Kosovo stammen.
Durch ihre Aktionen fordern sie die Gesellschaft heraus. Sie stellen Fragen, die jeden Bewohner großer Städte betreffen und erweitern so die Perspektive aller. Oft besteht dabei ein Bezug zum öffentlichen Raum.
Nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajevo fand im Dezember 2011 das zweite Regionaltreffen der Guerilla statt. Über 40 Teilnehmer tauschten sich über bisherige Projekte aus, entwickelten neue Ideen und planten gemeinsame Aktionen für die Zukunft.
Im Gespräch mit den Guerillas Tina Oparnica und Labinot Pllana, sowie Zorica Milisavljevic vom Goethe-Institut in Belgrad stellt Johannes Rüger Fragen zu Hintergründen und Geschichte der Guerilla.
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(17:40 Min.)
Im Profil: Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Belgrad
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Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist eine deutsche politische Stiftung, die (ähnlich wie die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Heinrich-Böll-Stiftung) Büros in vielen Ländern unterhält. Die KAS steht der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahe und unterstützt auch in Serbien vor allem politische Parteien im Spektrum Mitte-Rechts. Außerdem führt sie Projekte zur Stärkung der Medien und der Zivilgesellschaft durch.
Johannes Rüger hat Henri Bohnet, den Leiter der Auslandsbüros Serbien und Montenegro gefragt, wie sich die Arbeit der Stiftung in den letzten Jahren entwickelte und welchen Einfluss die aktuelle politische Lage, zum Beispiel der Konflikt mit dem Kosovo oder der serbische Wunsch nach einem baldigen EU-Beitritt auf die tägliche Arbeit der Stiftung hat. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Belgrader KAS-Büros unter http://www.kas.de/serbien/.
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(13:41 Min.)
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