Gespräche zu Mittel- und Osteuropa

11.03.2010

Im Profil: Die Robert Bosch Stiftung

Abgelegt unter: Allgemein, Im Profil

Die Robert Bosch Stiftung (RBSG) ist für den Austausch mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa (MOE) einer der wichtigsten Akteure überhaupt. Keine andere deutsche Stiftung hat in diesem Gebiet so viel, so lange, so breit und so nachhaltig gefördert. Und dabei ist das nur einer von sechs Programmbereichen dieser privaten Stiftung…

19_rbsg_logo Angefangen mit Stipendien für Sprachlektoren, die an Universitäten zuerst in Polen, dann in ganz MOE vermittelt wurden, über die Förderung ehrenamtlicher Projekte, zivilgesellschaftlichen Engagements, Austausch von Kulturmananagern, Journalisten und Verwaltungsfachkräften, die Finanzierung von Buchreihen, Förderung von Übersetzern und deutsch schreibenden Literaten in MOE bis hin zum Beispiel zur Gründung der Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch, an der die RBSG wesentlichen Anteil hatte.

joachim_rogall Neuerdings setzt die Stiftung andere Akzente, China, Indien und Japan werden zusätzlich in den Blick genommen und in der – auch Dank der Förderung der RBSG – stark gewachsenen Gemeinschaft der Träger und Aktiven im Austausch mit MOE macht sich schon die Sorge breit, dass Mittel- und Osteuropa vergessen werden könnte. Ich habe den Leiter des Programmbereichs IV (Völkerverständigung Mitteleuropa, Südosteuropa, GUS, China) Herrn Prof. Dr. Joachim Rogall gefragt, woher das große Engagement der Bosch Stiftung in Osteuropa eigentlich kommt und wohin die Reise für seinen weit gespannten Arbeitsbereich in Zukunft gehen wird.

Professor Dr. Joachim Rogall

Der 1959 in Heidelberg geborene studierte Osteuropahistoriker, Slawist und Germanist habilitierte 2001 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Thema: „Die Deutschen in der Volksrepublik Polen 1945-1989“ und lehrt seit 2003 Osteuropäische Geschichte an der Universität Heidelberg. Im Frühjahr 1996 wechselte Dr. Rogall von der Universität Mainz zur Robert Bosch Stiftung in Stuttgart. Er ist dort Leiter des Bereichs Völkerverständigung Mitteleuropa, Südosteuropa, GUS, China.

Download MP3-Datei
(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(14:52 Min.)

Umfangreiche Informationen über die Arbeit der Robert Bosch Stiftung und ihre sechs Programmbereiche finden Sie unter http://www.bosch-stiftung.de

2 Kommentare

02.01.2010

Im Profil: Zur Zukunft der Slawistik an der Uni Bonn

Abgelegt unter: Allgemein, Im Profil

slavistik_seminar_bonn Man muss sich Sorgen machen um die Bonner Slawistik (hier im Bild: Das Seminargebäude am Bonner Hofgarten). Die Universität will den Fachbereich ganz einsparen, seine Selbständigkeit hat er schon heute eingebüßt: Die beiden Professuren sind nur noch vertretungsweise besetzt und bald läuft der frühere Magisterstudiengang ganz aus. Was bleibt? Wie sind die Perspektiven? Dazu habe ich eine Vertreterin der Studierenden in Bonn befragt.

jeanette_adametz Jeanette Adametz studiert in Bonn Slavistik, Westslavistik und BWL auf Magister. Seit der Neugründung der Fachschaft 2002 ist sie (mit Unterbrechungen) Mitglied der Fachschaft Slavistik in verschiedenen Funktionen, aktuell Finanzreferentin. Sie hat die Schließungspläne von Anfang an – natürlich sehr kritisch – verfolgt. Die Fachschaft hat unter anderem eine Petition zum Erhalt des Fachbereichs gestartet.

Download MP3-Datei
(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(10:02 Min.)

1 Kommentar

11.12.2009

Im Profil: Ostblick e.V. – Initiative Osteuropastudierender

Abgelegt unter: Allgemein, Im Profil

Ostblick, das sind Studierende und Graduierte osteuropabezogener Studienrichtungen (z.B. Slavistik, Osteuropäische Geschichte, Ostkirchenkunde, Kaukasiologie, Ukrainistik) aus ganz Deutschland, denen der Erhalt und die Qualität der Hochschulausbildung in ihren Fachbereichen am Herzen liegen. Ich habe mich mit dem Ostblick-Vorsitzenden Stefan Schurmann über die Situation der Osteuropastudien in Deutschland unterhalten.

stefan_schurmann Stefan Schurmann ist Vorsitzender des Ostblick e.V. und studiert Slavistik und Erziehungswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sein Sprach- und Interessenschwerpunkt liegt im russischsprachigen Raum. Er engagiert sich bei Ostblick seit 2006.

Während im letzten Jahr noch konkrete Befürchtungen zu Schließungen einzelner Fachbereiche (z.B. in Bonn) im Vordergrund standen, überschattet das Thema “Bachelor und Master” nun auch die Arbeit von Ostblick. Solange hier die “Hausaufgaben” nicht gemacht seien, bleibe den Studierenden kaum die Möglichkeit, sich zum Beispiel auf Auslandssemester vorzubereiten.

Hier der Link zur Homepage von Ostblick:  http://www.ostblick-deutschland.de

Download MP3-Datei
(ggf. auch mit rechter Maustaste und “Ziel speichern unter” versuchen)

(6:29 Min.)

Keine Kommentare