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	<title>Gespräche zu Mittel- und Osteuropa &#187; Stalinismus</title>
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	<description>Gespräche zu Mittel- und Osteuropa</description>
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		<title>Im Profil: Das Deutsch-Russische Forum</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 15:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Götz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer steckt eigentlich hinter dem Petersburger Dialog, der als offizielles Zivilgesellschaftliches Forum häufig deutsch-russische Regierungsverhandlungen begleitet? Es ist das Deutsch-Russische Forum e.V. Ich habe mit Martin Hoffmann, dem langjährigen Geschäftsführer des Vereins, gesprochen und ihn gefragt, was seine Organisation von vielen anderen Vereinen und Initiativen unterscheidet, die sich im deutsch-russischen Austausch engagieren. Unter anderem hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
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	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.moe-kompetenz.de/wp-content/gallery/cache/67__120x_martin-hoffmann.jpg" alt="martin-hoffmann" title="martin-hoffmann" />
</a>
 Wer steckt eigentlich hinter dem Petersburger Dialog, der als offizielles Zivilgesellschaftliches Forum häufig deutsch-russische Regierungsverhandlungen begleitet?</p>
<p>Es ist das <a href="http://www.deutsch-russisches-forum.de" target="_blank">Deutsch-Russische Forum e.V.</a> Ich habe mit Martin Hoffmann, dem langjährigen Geschäftsführer des Vereins, gesprochen und ihn gefragt, was seine Organisation von vielen anderen Vereinen und Initiativen unterscheidet, die sich im deutsch-russischen Austausch engagieren. Unter anderem hat er mir auch verraten, was sein Lieblingsprojekt des Forums in diesem Jahr ist&#8230;</p>
<p>Hoffnungsvoll zeigte sich Martin Hoffmann angesichts der jüngsten russisch-polnischen Annäherung, die sich auch auf die europäisch-russischen Beziehungen sehr positiv auswirken könne.</p>
<p>
<a href="http://www.moe-kompetenz.de/wp-content/gallery/einzelbilder/logodrf.jpg" title="" class="shutterset_singlepic68"  rel="lightbox[767]">
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.moe-kompetenz.de/wp-content/gallery/cache/68__200x_logodrf.jpg" alt="logodrf" title="logodrf" />
</a>
<br />
Mehr Informationen zum Deutsch-Russischen Forum und zum Petersberger Dialog gibt es natürlich auch auf der Website des Froums <a href="http://www.deutsch-russisches-forum.de" target="_blank">http://www.deutsch-russisches-forum.de</a>.</p>
<p><a href="http://www.moe-kompetenz.de/audio/20_100512_DRF_Hoffmann.mp3"> Download MP3-Datei (höhere Qualität)</a></p>
<p><a href="http://www.moe-kompetenz.de/audio/20_100512_DRF_Hoffmann_klein.mp3"> Download MP3-Datei (kleinere Dateigröße)</a><br />
(ggf. auch mit rechter Maustaste und &#8220;Ziel speichern unter&#8221; versuchen)</p>
<p> (13:05 Min.)</p>
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		<title>MitOst-Podium: Geschichtsprojekte und Geschichtspolitik in MOE</title>
		<link>http://www.moe-kompetenz.de/2009/09/geschichtspolitik/</link>
		<comments>http://www.moe-kompetenz.de/2009/09/geschichtspolitik/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 13:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Götz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[In diesem Gespräch diskutieren (mehr zu den Personen): Blanka Mouralová, Collegium Bohemicum, Ustí nad Laben (Aussig)/Tschechien Irina Sherbakova, Memorial, Moskau/Russland Alvydas Nikzentaitis, Historiker, Vilnius/Litauen Moderation: Sascha Götz, Berlin/Deutschland Aus sehr unterschiedlichen Perspektiven wird diskutiert, welche Voraussetzungen und Hindernisse für Geschichtsprojekte in Mittel- und Osteuropa bestehen. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt. Download MP3-Datei (ggf. auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Gespräch diskutieren (mehr zu den <a href="http://www.moe-kompetenz.de/2009/09/geschichtspolitik/#more-78">Personen</a>):</p>
<ul>
<li>Blanka Mouralová, Collegium Bohemicum, Ustí nad Laben (Aussig)/Tschechien</li>
<li>Irina Sherbakova, Memorial, Moskau/Russland</li>
<li>Alvydas Nikzentaitis, Historiker, Vilnius/Litauen</li>
</ul>
<p>Moderation: <a href="http://www.moe-kompetenz.de/uber-den-autor/">Sascha Götz</a>, Berlin/Deutschland</p>
<p>Aus sehr unterschiedlichen Perspektiven wird diskutiert, welche Voraussetzungen und Hindernisse für Geschichtsprojekte in Mittel- und Osteuropa bestehen. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt.</p>
<p><a href="http://www.moe-kompetenz.de/audio/3_090914_Geschichtspolitik.mp3">Download MP3-Datei </a><br />
(ggf. auch mit rechter Maustaste und &#8220;Ziel speichern unter&#8221; versuchen)</p>
<p>  (39  Min.)<span id="more-78"></span></p>
<h3>Aus dem Inhalt</h3>
<p><strong>Blanka Mouralová </strong>sieht die Entwicklung in Tschechien positiv. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern sehen die Tschechen ihre Geschichte gelassen und es gibt eine wachsende Offenheit für eine kritische Auseinandersetzung. Auch europäische Gelder helfen bei der Realisierung von Projekten. Allerdings fehlt bislang eine staatliche Strategie, um die Beschäftigung mit der Geschichte wirklich nachhaltig zu gestalten.</p>
<p>
<a href="http://www.moe-kompetenz.de/wp-content/gallery/einzelbilder/3_irina_sherbakova.jpg" title="" class="shutterset_singlepic2"  rel="lightbox[78]">
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://www.moe-kompetenz.de/wp-content/gallery/cache/2__120x_3_irina_sherbakova.jpg" alt="Irina Sherbakova" title="Irina Sherbakova" />
</a>
<strong>Irina Sherbakova</strong> zeichnet ein negatives Bild der gesellschaftlichen und staatlichen Einstellung zur Geschichte. Es sei wesentlich einfacher, in der Chruschtschow-Ära niedergerissene Stalin-Denkmale wiederzuerrichten als an die Opfer des Stalinismus zu erinnern oder Überlebenden durch Projekte zu helfen.</p>
<p><strong>Alvydas Nikzentaitis</strong> sieht die Baltischen Länder zwischen diesen beiden Extremen. Der Geschichtsmythos der baltischen Staaten &#8211; wie auch Polens &#8211; beziehe sich vor allem auf die Rolle als Opfer im Zweiten Weltkrieg. Es gebe aber auch Tendenzen, eine staatlich-einheitliche Sicht der Geschichte durch Gesetze festzuschreiben und zum Beispiel widersprechende Äußerungen unter empfindliche Strafen zu stellen. Russland sieht er gefangen in einem Sieger-Mythos, der keinen Raum für ein Bild Stalins als Verbrecher lässt.</p>
<p><strong>Alle drei</strong> sind sich einig, dass alle genannten Staaten die Voraussetzungen für die freie Beschäftigung mit der eigenen und gemeinsamen Geschichte schaffen müssen.</p>
<h3>Zum Hintergrund des Gesprächs</h3>
<p><em>von Sascha Götz</em></p>
<p>Der 60. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen hat die europäische Öffentlichkeit gerade wieder eindringlich daran erinnert, welch große Rolle die Geschichte in der Verständigung zwischen den europäischen Völkern spielt. Wirkliche Verständigung ist ganz offensichtlich nur möglich, wenn die jeweilige Sicht auf die eigene und gemeinsame Geschichte gegenseitig bekannt ist und mindestens respektiert wird. Für Deutschland als das Land, das den Zweiten Weltkrieg begonnen, wo der Holocaust geplant und über seine Durchführung entschieden wurde, ist das besonders wichtig. Aber es gilt auch für jedes andere Land Europas.</p>
<p>Die Beispiele sind offensichtlich und können überall in Mittel- und Osteuropa gefunden werden: Die Mehrheit in den baltischen Staaten sieht zum Beispiel in den Soldaten der Roten Armee bis heute vor allem Okkupanten und Unterdrücker, Russland ist für manchen Balten bis in unsere Tage eine Bedrohung der eigenen Staatlichkeit. In Moskau dagegen sehen sich viele in einer ungebrochenen Tradition zur UdSSR und bestehen auf der Würdigung der Leistung der Roten Armee beim Sieg über den Hitler-Faschismus. Die Ukraine feiert nationalistische Kämpfer aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, die aus polnischer und russischer Sicht Separatisten und Kollaborateure der Nationalsozialisten waren. In Tschechien sind die Beneš-Dekrete, die 1945 die rechtliche Grundlage für die Vertreibung der Deutschen aus Böhmen und Mähren bildeten, bis heute gültig und werden von den meisten Politikern gerechtfertigt. In Deutschland dagegen halten nicht nur für Konservative und Vertriebenenfunktionäre diese Dekrete für ein schreiendes Unrecht und lehnen die These einer Kollektivschuld der Sudetendeutschen ab. Diese Reihe ließe sich fast endlos fortsetzen.</p>
<p>Angesichts dieser zahlreichen Widersprüche in den Geschichtsbildern stellt sich die Frage nach den Auswirkungen offizieller Geschichtspolitik, aber auch nach den Möglichkeiten und Begrenzungen von privaten Initiativen, die zu mehr Verständnis und Aufklärung beitragen wollen. Wir möchten deshalb in dieser Diskussion den folgenden Fragen nachgehen:</p>
<p>- Welche Möglichkeiten für private Initiativen zu geschichtlichen Fragestellungen bestehen in den verschiedenen Ländern Mittel- und Osteuropas?</p>
<p>- Wie reagiert die jeweilige Öffentlichkeit auf kritische Positionen zur „offiziellen“ Geschichtspolitik?</p>
<p>- Welche Grenzen gibt es für solche Aktivitäten, was wird nicht toleriert?</p>
<p>- Wie müsste sich offizielle Geschichtspolitik ändern, um mehr Raum für private Initiative zu lassen – ohne dass Geschichte privatisiert wird?</p>
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